Fund größer als vermutet

Trendelburg: Spezialfirma entsorgte 91 Panzergranaten aus Garten

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Im Einsatz: Mitarbeiter eines Kampfmittelräumdienstes aus Romrod.

Trendelburg. Endgültig beseitigt wurde jetzt die auf einem Erweiterungsgelände der Firma Getränke Baumann in Trendelburg gefundene Weltkriegs-Munition.

Am 1. April wurden bereits 32 Geschosse entdeckt und entsorgt. Die Mitarbeiter der auf Suche und fachgerechte Entsorgung der Munition spezialisierten Firma hatten nicht geglaubt, dass noch so viele Panzergranaten im Boden des Gartengrundstücks lagern. Am Ende zählten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes insgesamt 91 Panzergranaten, darunter noch teilweise vollständige Geschosse. Wie sie auf das Grundstück gelangten, ist weiterhin unklar. Am Ende wurde noch der Boden, der bereits von dem Grundstück abgefahren wurde, auf der Bauschuttdeponie der Stadt kontrolliert. Für die Inhaber des Grundstückes besteht nun etwas Hoffnung, dass zumindest ein Teil der Kosten übernommen wird. Es wird noch geklärt,, wer die Kosten übernimmt und in welcher Höhe.

Schon im April hatte HNA-Leser Arnd v. Gersdorff (Kassel) Zweifel an der ursprünglichen Einordnung der gefundenen Munition als Flakgranaten geäußert. Es handele sich wohl nicht um Geschosse der Flugabwehr sondern um Geschosse der Panzerartillerie. Flakgranaten dieser Größe hätten keine Aufschlagszünder gehabt, sondern Uhrwerkzünder, damit sie mit ihrer Splitterwirkung auf Flugzeuge einwirken konnten. Zudem soll sich an der Fundstelle eine Panzerwerkstatt befunden haben. Kaliber 7,5 cm sei Standardwaffe der Panzer im 2. Weltkrieg gewesen. Dass bei einigen Granaten die Messinghülsen fehlten, könnte daran liegen, dass Altmetallhändler sie schon Ende der 40er Jahre wegholten., meint v. Gersdorff.

Von Christina Gräbe und Thomas Thiele

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