Dritte Auflage im November

Streit um Dragonheartbattle: Helfer boykottieren großen Hindernislauf

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Die Diemelbrücke in Trendelburg ist ein guter Anlaufpunkt für Zuschauer.

Trendelburg. Vor der dritten Auflage des Dragonheartbattles am 18. November hat die 30-köpfige Helferschar ihr Mitwirken abgesagt. Sie fühlt sich vom Veranstalter des Hindernislaufs schlecht behandelt.

Zweimal schon hat der Dragonheartbattle hunderte Hindernisläufer und mindestens ebenso viele Zuschauer nach Trendelburg gelockt. „Unsere Hilfe ist gnadenlos ausgenutzt worden“, sagt Mark Bornhage, der den Lauf im Jahr 2015 nach Trendelburg holte. 

Joachim von Hippel, Chef des veranstaltenden PAS-Teams, sei mit den Helfern rüde umgegangen und habe ihnen nicht gedankt. „Dabei haben einige von uns zur Vorbereitung der Veranstaltung sogar Urlaub genommen, um alles zu organisieren und Hindernisse aufzubauen“, sagt Bornhage. Dasselbe gelte für Sponsoren, auch die hätten den Lauf nur unterstützt, weil „sie von uns angesprochen wurden“. Nun wollten sie sich nicht mehr engagieren wollten. Dem PAS-Team gehe es „nur um Profit“, sagt Bornhage.

Das sieht man bei dem Veranstalter jedoch anders. Pressesprecherin Ursula Schemm sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass das PAS-Team schon in diesem Jahr auf eigene Kräfte setzen wolle. „Wir haben festgestellt, dass man für eine Veranstaltung von solcher Größenordnung eigene Leute mit Erfahrung benötigt.“ Um die Sicherheit für die Teilnehmer zu gewährleisten und mit dem „hohen Servicestandard nicht runterzugehen“, brauche man Leute, die das professionell machen, Ehrenamtliche seien da überfordert, so Schemm.

Trendelburgs Bürgermeister Kai Georg Bachmann will sich aus dem Streit heraushalten. Doch er macht klar, dass der Dragonheartbattle eine „tolle Werbung für die Stadt ist“. Am Wochenende des Laufes seien „jedesmal die Übernachtungskapazitäten ausgebucht“. So mancher, der als Läufer das Diemeltal entdeckt hat, komme später als Tourist wieder.

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