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Thomas Heisler züchtet im Trendelburger Verein Englische Schecken

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Von: Bernd Schünemann

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Thomas Heisler mit einem Kaninchen der Rasse Englische Schecken blau-weiß.
Thomas Heisler mit einem seiner Englischen Schecken blau-weiß im heimischen Garten in Wettesingen. © Wolfgang Elias

Die Englischen Schecken blau-weiß sind zur beliebtesten Kaninchenrasse Deutschlands gewählt worden. Thomas Heisler züchtet die Rasse.

Trendelburg/Wettesingen – Mehrere tausend Züchter und Kaninchenfreunde haben sich an dieser Abstimmung des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK) beteiligt.

Thomas Heisler ist Mitglied im Trendelburger Kaninchenzuchtverein, berichtet Wolfgang Elias, Sprecher des Kreisverbands der Rassekaninchenzüchter Hofgeismar-Wolfhagen. Obwohl sie bei der bundesweiten Abstimmung den ersten Platz belegten, werden diese Englischen Schecken selten gehalten, erklärt Elias.

Seit 35 Jahren beschäftigt sich Heisler mit den Englischen Schecken blau-weiß. Er hält drei Zuchtrammler und fünf Häsinnen und zieht durchschnittlich 25 Jungtiere pro Jahr auf. Seine Tiere hat er schon bei vielen regionalen und überregionalen Ausstellungen erfolgreich präsentiert. Tiere, die für Schauen oder die Zucht nicht eingesetzt werden, können verkauft oder verschenkt werden. Überzählige Tiere werden aber auch gegessen, sagt Wolfgang Elias. Kaninchen seien keine Kuscheltiere, sondern landwirtschaftliche Nutztiere. Die Englischen Schecken gehören zu den kleinen Rassen. Erste, dieser Rasse ähnliche Kaninchen gab es um 1890.

Wenn man Tiere bei Ausstellungen zeigt, bewerten die Preisrichter zunächst sieben Positionen, bevor sich die Besucher die Kaninchen ansehen können: Gewicht, Körperform, Typ und Bau, Fellqualität und Pflegezustand sowie drei Besonderheiten der jeweiligen Rasse. Bei den Schecken sind die Kopf- und Rumpfzeichnung sowie die Farbe die Besonderheiten, auf die die Richter achten. Maßgebend für die Bewertung ist der Standard des ZDRK. Der beschreibt genau, wie die Rasse im Idealfall auszusehen hat. Diesen Standard müssen die Züchter beachten. Und so weiß Thomas Heisler natürlich, dass das Idealgewicht seiner Rasse zwischen 2,5 und 3,25 Kilogramm liegt. „Die Tiere sollten eine leicht gestreckte Körperform mit feinen Läufen und einer etwas höheren Stellung haben. Die Ohrlänge beträgt idealerweise 10 bis 11,5 Zentimeter und soll harmonisch zum Gesamtbild dieser Rasse passen“, erklärt der erfahrene Rassekaninchenzüchter.

Charakteristisch für diese Schecken sind die Kopf- und die Rumpfzeichnung. Die Kopfzeichnung besteht aus den Augenringen, den Backenpunkten sowie der Ohrenzeichnung. Die Rumpfzeichnung wird durch den Aalstrich und die feingepunktete Seitenzeichnung gebildet. Heisler weiß, worauf es ankommt: „Die blaue Zeichnungsfarbe soll farbrein und mit einem guten Glanz versehen sein.“

Thomas Heisler wurde in Trendelburg geboren und wuchs dort auf. Jetzt wohnt er in Wettesingen. Seit 1978 ist er Mitglied im Kaninchenzuchtverein K 22 Trendelburg. Dort ist er seit 30 Jahren Schriftführer und seit 2016 zusätzlich Jugendleiter des Vereins. Im Kreisverband der Kaninchenzüchter Hofgeismar-Wolfhagen wurde er vor zwei Jahren zum Schriftführer gewählt.

Die Englischen Schecken üben auf Thomas Heisler eine besondere Faszination aus. Es sei eine „schwierige Rasse“, deren Zucht nicht einfach ist. Er sieht es als Herausforderung, Tiere in der richtigen Farbe und mit der gewünschten Zeichnung zu ziehen. Außerdem begeistert ihn die Fellzeichnung seiner Tiere. Seine Tochter Vanessa züchtet ebenfalls Kaninchen, nämlich Farbenzwerge. (Bernd Schünemann)

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