Trendelburg: Bürgerbus startet im März

Auf dem Rathausvorplatz stand der neue Bürgerbus, der von Landrat Uwe Schmidt (SPD) an Bürgermeister Kai Georg Bachmann (pateilos) übergeben wurde. Am Lenkrad die Mitarbeiterin des Bürgerbüros Doreen Weifenbach. Foto: Schmidt

Trendelburg. Einen nagelneuen Neun-Sitzer-Bus (für acht Fahrgäste plus Fahrer) erhielt die Stadtverwaltung Trendelburg, um die Mobilität im ländlichen Raum zu verbessern.

Landrat Uwe Schmidt und Pressesprecher Harald Kühlborn übergaben den Bürgerbus an die Stadtverwaltung Trendelburg. Das ist für Trendelburg mit acht Ortsteilen ein großes Plus. Die Finanzierung des Landkreises Kassel in Höhe von 20 000 Euro ermöglichte erst die Anschaffung des Busses, wie Bürgermeister Kai Georg Bachmann betonte. Die Stadt steuert 3000 Euro Eigenanteil bei und trägt auch die Kosten für Treibstoff und Versicherung.

Insbesondere in Zeiten außerhalb des Schülerverkehrs soll ein Mobilitätsangebot für ältere Mitbürger bestehen, so Landrat Schmidt. Ziel sei es, die Einschränkungen des ÖPNV-Angebots durch den Bürgerbus auszugleichen. Der Bürgerbus wird von ehrenamtlichen Fahrern, der VdK ist hier Hauptpartner, gefahren. Landrat Schmidt sagte, dass es mit den Ehrenamtlichen bisher gut geklappt hat. Er selbst könne sich nach Ende seiner Dienstzeit vorstellen, einen Bürgerbus zu fahren. Das erhalte die Nähe zu den Mitmenschen und man erfährt Dankbarkeit.

Ab dem 1. März steht der geleaste Bus den Bürgern zur Verfügung, so Bürgermeister Bachmann. Die Organisation erfolgt in der Stadtverwaltung durch Jonna Kühnel (0 56 75/74 99-0). Die angemeldeten Fahrttermine werden nach Ortsteilen eingeteilt. Der Fahrpreis beträgt ein Euro für jede Einzelfahrt. Die Kosten für den Unterhalt des geleasten Fahrzeugs werden aus dem Ergebnishaushalt der Stadt bestritten. Neun ehrenamtliche Fahrer stehen schon bereit. Sie sollen Bürger, deren Mobilität eingeschränkt ist, zum Einkaufen, zum Friseur oder Arzt fahren. Die Beschriftung muss noch angebracht werden. Zum Test fährt der Bus schon mal für die Seniorenbetreuung und die Sozialstation.

Nicht von ungefähr trägt der Bus auch den Spitznamen „Quick Werte Bus“, so Schmidt. Bürgermeister Bachmannerklärte, dass der Bus auch zu Fahrten der Handballsportler oder bei Besuchen der Partnerstädte eingesetzt werden soll.

Busse in zehn Gemeinden

Bürgerbusangebote bestehen im Landkreis Kassel schon in weiteren neun Gemeinden und gehen auf Initiativen der Nachbarschaftsvereine zurück, so Landrat Schmidt. Vorbild für Trendelburg war Reinhardshagen. Eine BürgerbusBroschüre leistete bisher gute Werbung für das Projekt, so Pressesprecher Harald Kühlborn. Die Broschüre ist in Hofgeismar bei der Demografie Agentur, Landkreis Kassel (0 56 71/80 01-24 52) oder im Internet www.landstaerken.de und www.landkreiskassel.de erhältlich.

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