90 000 Euro in halber Stunde

Trendelburg: Erhöhung der Abwassergebühren soll Defizit im Haushalt verringern

Trendelburg. Bei seiner Vorstellung des Haushaltsplans 2016 in der Stadtverordnetensitzung am Donnerstagabend, musste Bürgermeister Kai-Georg Bachmann noch von einer Lücke im Ergebnishaushalt von knapp 200.000 Euro ausgehen.

Doch eine halbe Stunde später sah die finanzielle Lage schon etwas freundlicher aus. Denn da hatte das Parlament gerade die Anhebung der Abwassergebühren beschlossen. Und die verringert das kalkulierte Haushaltsdefizit um immerhin 90.000 auf rund 110.000 Euro.

Damit wäre die Stadt zwar immer noch 30.000 Euro von der Zielmarke von knapp 80.000 Euro entfernt, die der Schutzschirmvertrag mit dem Land Hessen für das nächste Haushaltsjahr als nächsten Konsolidierungsschritt vorgibt. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass diese 30.000 Euro im Etatplan, der ein Volumen von 9,85 Millionen hat, eingespart werden können.

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Auch wenn die Stadt aufgrund des Schutzschirmvertrages zu äußerster Sparsamkeit gezwungen ist, soll sie weiterhin investieren, so der Vorschlag des Magistrats. Die Investitionsliste sieht ein Volumen von 3,285 Millionen vor. Zuschüsse aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Bund und Land (KIP), aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) sowie aus der Eigenkontrollverordnung (EKVO) belaufen sich auf 1,57 Millionen Euro. Somit müsste die Stadt nur noch Darlehen von 1,715 Millionen aufnehmen. Den größten Investitionspolen soll dabei eine Beteiligung an der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) bilden.

Zudem, so der Magistrat, soll die Stadt 200.000 Euro für Immobilienerwerb bereit halten, um auf den anhaltenden Flüchtlingsstrom reagieren zu können.

In den nächsten Wochen werden die Fraktionen den Etatentwurf beraten. Im Dezember soll er dann vom Parlament beschlossen werden.

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