Gemeinden sparen durch Zusammenarbeit

Trendelburg und Karlshafen: Ein Standesamt für zwei Städte

Trendelburg. Wer in Bad Karlshafen heiraten möchte, wird das ab dem neuen Jahr – zumindest formal – beim Standesamt Trendelburg tun.

Beide Städte haben sich darauf geeinigt, dass das Standesamt Bad Karlshafen im Rahmen der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ) dem der Nachbarstadt angegliedert wird. Schon seit mehreren Jahren gibt es in Grebenstein und Immenhausen sowie bei den Wesergemeinden Wahlsburg und Oberweser gemeinsame Standesämter

Auch wenn es für Trendelburg und Bad Karlshafen in diesem Fall keine Fördermittel gibt, profitieren beide Seiten finanziell: Die Stadt Trendelburg wird zukünftig mehr Geld durch das Traugeschäft und Gebühren einnehmen und bekommt von Bad Karlshafen 36 000 Euro pro Jahr. Dafür werden dort Personalkosten und Verwaltungsaufwand eingespart. Rund 65 000 Euro hat das Standesamt zuletzt im Haushalt der chronisch klammen Kurstadt eingenommen. Unterm Strich werden in Bad Karlshafen also rund 30 000 Euro jährlich eingespart. Möglich wurde diese Kooperation, weil in Bad Karlshafen der Haupt-Standesbeamte in Rente geht. Seine Stelle wird nicht neu besetzt.

Der Grund dafür, dass das Standesamt als „Standesamt Trendelburg“ firmieren wird und die Solestadt somit nicht in der Namensbezeichnung auftaucht, ist laut dem Trendelburger Bürgermeister Kai Georg Bachmann ein rein rechtlicher: „Bei einer Umbenennung hätten wir einen neuen Standesamtsbezirk gründen müssen. Dann hätten neue rechtliche Rahmenbedingungen gegolten und es wären Umstrukturierungen notwendig gewesen.“ Hier wären Kosten angefallen, die sich beide Städte so gespart haben.

Nicht gespart werden soll beim Angebot: Alle Orte, an denen das Standesamt Bad Karlshafen bislang Trauungen vornahm, werden auch weiterhin für Hochzeiten zur Verfügung stehen, versichert Bachmann.

Rubriklistenbild: © dpa

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