Auf dem Mittelmeer in Lebensgefahr

Wie ein Trendelburger bei der Rettung von 220 Flüchtlingen half

+

Trendelburg. Reinhard Schmitz aus Trendelburg (Kreis Kassel) hat dabei geholfen, 220 Flüchtlinge, die in Lebensgefahr schwebten, zu retten. Seine Geschichte.

Sie waren in Schlauchbooten auf dem Mittelmeer unterwegs und wollten den Weg von Libyen zur Insel Lampedusa schaffen. Der 63-Jährige war zwei Wochen als Kapitän auf dem Schiff der privaten Organisation „Sea-Watch - Seenotrettung für Geflüchtete im Mittelmeer“ und dort für die Schiffsführung und alle wichtigen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsrettung zuständig. Er möchte auf die katastrophale Notlage aufmerksam machen.

Das Schiff MS Sea-Watch sticht mit wechselnden Besatzungen für jeweils 14 Tage von Lampedusa aus in See und sucht nordwestlich von der libyschen Küste nach Flüchtlingen in Not. Wenn ein Boot gefunden wird, leisten die Aktivisten Ersthilfe, geben Rettungswesten und Trinkwasser aus und veranlassen die Rettung durch andere Schiffe.

Die Sea-Watch arbeitet mit der Organisation „Watch the Med“ zusammen, die mit einem Notrufsystem die Rettung von Bootsflüchtlingen im Mittelmeer koordiniert.

Reinhard Schmitz und seine Crew konnten so innerhalb von zwei Wochen drei Flüchtlingsboote finden, die auf dem Meer trieben. „Die Menschen auf dem ersten Boot waren erst zwölf Stunden unterwegs und in relativ guter Verfassung“ sagte Schmitz. „Auf dem zweiten Boot waren schwer Verletzte und die Stimmung sehr schlecht.“ Das dritte Boot fanden die Retter leer vor. Die Menschen seien vermutlich gerettet worden.

Laut Schmitz halten die Boote nur wenige Seemeilen. „Sie verlieren nach kurzer Zeit Luft, die Außenborder gehen fast immer kaputt“, sagt Schmitz. Die Spritkanister an Bord seien mit einem undefinierbaren Gemisch gefüllt. „Wenn sie einmal nachtanken, ist der Außenborder sofort kaputt. Das ist ein reines Todeskommando.“

Trendelburger half bei Flüchtlingsrettung im Mittelmeer

Liebe Nutzer, anders als die meisten Artikel auf HNA.de können Sie diesen Text nicht kommentieren. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene und beleidigende Beiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb können Sie nur ausgewählte Artikel zu diesem Thema kommentieren. Wir bitten um Verständnis.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.