Vodafone: Gottsbüren hat ab Montag wieder Empfang

Gottsbüren. Die Einwohner des Trendelburger Ortsteils Gottsbüren werden laut einer Vodafone-Sprecherin ab spätestens Anfang kommender Woche wieder Internet- und Telefonempfang haben.

„Zurzeit arbeiten die Techniker noch an dem neuen Sendemast. Mit dem bloßen Aufbau ist noch lang nicht alles erledigt.“ Es müssten erst Programme aufgespielt werden, damit der Mast auf Empfang gehen kann. Wenn das geschehen ist, sollen mobiles Telefonieren und Internetempfang wieder möglich sein. Im besten Fall könne schon am Samstag alles wieder funktionieren.

Barbara Goebel aus Gottsbüren hatte bereits am Freitagmittag wieder Handyempfang. „Nach vier Wochen ohne Internet und Telefon bin ich skeptisch, wie lange das hält“ sagt sie. Dass Vodafone seine Kunden über Wochen hingehalten habe, sei sehr ärgerlich. „Ich denke dabei auch an die alten und kranken Menschen, die wirklich auf ein Telefon angewiesen sind.“

Auch das Pfarramt in Gottsbüren litt wochenlang unter unter der Situation. „Die Arbeit war sehr mühsam, da man an Mitarbeiter, Kirchenvorstände und andere schlecht herankam“, sagt Pfarrer Jürgen Schiller. „Wenn ich eine Nachricht weitergeben wollte, musste ich mich wie früher zu Fuß auf den Weg machen.“ Das sei sehr zeitaufwendig. Ein weiteres Problem sei, dass dienstliche Telefonate oft auf sein Handy umgeleitet würden. „Das ging ja dann auch nicht.“ Schiller ist trotzdem guter Hoffnung, dass sich die Probleme jetzt bald erledigt haben.

Nachdem der Mobilfunkanbieter Vodafone im Januar den alten Sendemast ohne vorherige Ankündigung abgebaut hatte, mussten die Gottsbürener Kunden ohne Internet und Telefon auskommen. Wie eine Nachfrage der HNA Mitte Januar bei der Vodafone-Pressestelle ergab, musste die Antenne, die die Kunden in Gottsbüren mit dem LTE-Netz versorgt, abgebaut werden, weil der Sendemast des Hessischen Rundfunks, an dem sie montiert war, abgebaut werde.

Einige Kunden wollten ihre Verträge kündigen. Doch das war nicht möglich, weil „in Trendelburg außerhalb von Gebäuden eine großflächige Versorgung durch das Vodafone-Netz vorhanden sei. Mobiles Telefonieren sei gewährleistet und Datenverbindungen ebenfalls möglich. Deshalb liege kein Grund für die vorzeitige Kündigung vor, hieß es damals seitens Vodafone.

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