Fertigstellung im März 2018

Neuer Windpark entsteht am Deiselberg in Trendelburg

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Für die sieben neuen Windkraftanlagen unterhalb des Deiselberges wurden rund fünf Hektar Wald gerodet: Auf der Baustelle für Anlage Nummer zwei finden derzeit die Arbeiten am Fundament statt. 

Trendelburg. Sie steht seit vergangenem Jahr und prägt seitdem das Landschaftsbild in Trendelburg - die weithin sichtbare 200 Meter hohe Windkraftanlage am Deiselberg. Die Anlage wird nicht die einzige in diesem Gebiet bleiben.

Etwa einen Kilometer weiter westlich entsteht derzeit ein ganzer Windpark. In diesen Tagen beginnt der Turmbau der ersten von sieben weiteren Windkraftanlage am Deiselberg. Voraussichtlich im Januar sollen Turm mit Gondel und Rotorblättern errichtet sein. Der komplette Windpark soll im März kommenden Jahres fertiggestellt sein und dann rund 31.500 Menschen mit Strom versorgen.

Die im Teilregionalplan Energie als Windvorranggebiet „KS 12“ ausgewiesene Fläche ist vom Forstamt Reinhardshagen bewirtschafteter Staatswald. Für die Anlagen sind Anfang des Jahres rund fünf Hektar Wald gerodet worden. Das forstwirtschaftliche Wegenetz musste verbreitert und erweitert werden. Da teilweise intensiver Baustellenverkehr herrscht, sind die Wald- und Wanderwege bis voraussichtlich April nächsten Jahres gesperrt. Der Baustellenverkehr wird durch Ampeln geregelt.

Während das Fundament der ersten Anlagen bereits gegossen ist, sind die Stahlbetonarbeiten an anderen noch im Gange.

Das Stahlgerüst für das Turmfundament von Anlage 5 ist geflochten: Demnächst wird es mit Spezialbeton verfüllt.

„Der Bau der Anlagen schreitet planmäßig voran“, sagt Sebastian Thuß von der VSB Neue Energien Deutschland GmbH. Das Dresdener Unternehmen plant nach eigenen Angaben seit 1996 Windparks für Investoren. VSB habe seitdem mehr als 410 Windenergie- und Photovoltaikparks mit rund 760 Megawatt installierter Leistung und einem Investitionsvolumen von 1,2 Milliarden Euro errichtet. Über die Investitionssumme in Trendelburg macht Unternehmenssprecher Thuß keine näheren Angaben. Er weist lediglich darauf hin, dass pro Anlage von einem siebenstelligen Betrag ausgegangen werden könne. Schätzungen zufolge beläuft sich der Invest für die sieben 3,3 Megawatt-Anlagen auf rund 50 Millionen Euro.

VSB errichtet den Windpark und übernimmt üblicherweise nach Fertigstellung für die Folgejahre auch die technische Betriebsführung. Betreiber der Anlagen werden indes externe Investoren sein, wozu unter anderem Stadtwerke, Energieversorger und Bürger-Energiegesellschaften zählen können. Wer konkret den Trendelburger Windpark als Investor übernehmen wird, ist derzeit noch unklar, dazu macht VSB noch keine Angaben.

Für das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz war das Regierungspräsidium Kassel zuständig. Teil des Verfahrens war auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Dass durch die 200 Meter hohen Anlagen Rotmilane und Fledermäuse gefährdet sein könnten, wie Kritiker des Windparks befürchten, sah die Behörde nicht.

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