Antworten auf Bürgerfragen

Windpark im Reinhardswald: Informationen der Energieagentur sind jetzt im Netz

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Ralf Paschold, Geschäftsführer der Windpark GmbH, zeigt, wo die geplanten Windkraftanlagen aufgestellt werden sollen.

Beim Infomarkt in Gottsbüren im Juni hatten Bürger viele Fragen an die anwesenden Windkraft-Experten. Die Antworten gibt es nun auch online zu lesen.

Das Interesse an dem geplanten Windpark im Reinhardswald ist riesig. Das zeigte sich einmal mehr bei dem Info-Markt Ende Juni in Gottsbüren, an dem 200 Bürger teilnahmen. 

Die seinerzeit gestellten Fragen und die Antworten der Windparkplaner sind inzwischen von der Klima und Energieeffizienz Agentur GmbH (KEEA) dokumentiert worden. Die landeseigene Energieagentur hat sie jetzt im Internet veröffentlicht.

Experten beantworteten Fragen

Auf Einladung des Bürgerforums Energieland Hessen standen in Gottsbüren an zehn Infoständen Experten Rede und Antwort. Ziel des Infomarktes sei gewesen, die Bürger über Planungsstand und Ergebnisse der Gutachten zum Artenschutz und zur Lärmemission zu informieren. „Das ist uns gut gelungen“, sagt Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor, Vorsitzender der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR). Die EGR ist an der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG mit 51 Prozent beteiligt.

Die Infomarkt-Veranstalter haben die mehr als 100 Fragen und Antworten nach insgesamt neun Themenfeldern sortiert. Während der erste Abschnitt allgemeine Fragen der Energiewende betrifft, zielen die weiteren auf die konkreten Planungen im Reinhardswald und die Auswirkungen auf die Natur, die geologischen Verhältnisse, den Wasserhaushalt und die möglichen Folgen für die Menschen in der Umgebung beispielsweise durch Schall und Infraschall. Zu finden ist die Dokumentation unter: energieland.hessen.de/Buergerfragen_Reinhardswald

Interaktive Karte soll in den kommenden Tagen online gehen

Die Windpark GmbH hat bereits im Juli den Genehmigungsantrag für 20 Windräder beim RP Kassel eingereicht. Geschäftsführer Ralf Paschold weist darauf hin, dass an den 20 WKA-Standorten kaum noch Bäume gefällt werden müssen. Stürme und Borkenkäfer haben dramatische Schäden hinterlassen. 

„Die meisten Standorte und ihre Umgebung sind in inzwischen baumfrei“, sagt Paschold. Die Windpark GmbH werde in den nächsten Tagen eine interaktive Karte mit Fotos und Filmaufnahmen unter wprw.de ins Netz stellen, die das Ausmaß der aktuellen Waldschäden belege. 

Resolution zur Bewahrung des Waldes

Unter den Infomarkt-Besuchern in Gottsbüren befanden sich auch viele Skeptiker der Windkraftpläne im Reinhardswald. Sie sorgen sich um den Schutz und den Erhalt des Reinhardswaldes. 

Ihre Befürchtungen wurden in einer „Resolution zur Bewahrung des Reinhardswaldes und Appell gegen seine Zerstörung“ zusammengafasst. Unterzeichnet worden war die Resolution unter anderem von acht Bürgermeistern der Reinhardswaldregion.

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