1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Trendelburg

Windpark Reinhardswald bleibt Streitpunkt: Acht Kommunen stellen Resolution vor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Björn Friedrichs

Kommentare

null
Oberwesers Bürgermeister Cornelius Turrey sprach für die acht Kommunen, die sich für den Erhalt des Reinhardswaldes und gegen seine Zerstörung durch den Windpark wenden. © Björn Friedrichs

Rund 200 Besucher ließen sich die Chance am Montagabend nicht nehmen, sich beim Info-Markt über den Stand beim Projekt Windpark im Reinhardswald zu informieren.

20 Windkraftanlagen sollen auf dem Langenberg/Hahneberg und dem Farrenplatz bei Gottsbüren errichtet werden.

An zehn verschiedenen Ständen konnten die Gäste verschiedene Themen diskutieren und Fragen stellen. Um 17.30 Uhr eröffnete Dr. Sabine Säck-da Silva vom Mitveranstalter Bürgerforum Energieland Hessen die Veranstaltung und stellte jeden Stand kurz vor.

Bürgermeister stellten Resolution vor

Spätestens als gegen 18 Uhr die anwesenden Bürgermeister und Gemeindevertreter der acht Kommunen die Resolution zur Bewahrung des Reinhardswaldes vorstellten, kam richtig Leben in die Veranstaltung. Eine große Menschenmenge versammelte sich um Oberwesers Bürgermeister Cornelius Turrey und seine Mitstreiter. 

Deren Vortrag wurde aber durch Säck-da Silva und Ralf Paschold, EGR-Mitglied und einer der drei Geschäftsführer der Windpark Reinhardswald GmbH & Co.KG, unterbrochen. „Machen Sie das bitte am Stand der Bürgerinitiative und stören Sie nicht die Gespräche an den anderen Ständen“, bat Säck-da Silva. 

Die Bürgermeister kamen der Forderung nach, auch wenn die Zuhörer sie gern gehört hätten. „Wir sind erst eingeladen worden, nachdem die Bürgerinitiative nachgefragt hat, ob denn die Gemeinden nicht eingeladen seien“, kritisierte Turrey im Gespräch mit der HNA.

Großer Andrang auf die Stände

Der Andrang auf den Stand der Bürgerinitiative Aktionsbündnis Märchenland, die sich gegen einen Windpark im Reinhardswald ausspricht, war in der Folge groß. Aber auch an den Ständen der Windpark Reinhardswald GmbH und des Beratungsbüros für Boden und Umwelt (BBU) Schubert aufzeigten, waren die Gesprächspartner dauerhaft in Gespräche eingespannt.

null
Dr. Claus Schubert von der BBU Schubert GmbH geht davon aus, dass Grundwasser und Boden von Windkraftanlagen nicht beeinträchtigt werden. © Björn Friedrichs

Dr. Claus Schubert meinte an seinem Stand, es gebe durch den Bau des Windparks keine Eingriffe in das Grundwasser. Er hielt die Veranstaltung für gelungen: „Die Besucher kamen mit berechtigten Fragen zu uns. So gibt es mehr Transparenz und Verständnis auf beiden Seiten. Der Grundwasserschutz ist ein Thema, das wir sehr ernst nehmen.“ Er merkte auch an: „Ernsthafte Fragen gehen bei einer politischen Veranstaltung unter.“

Vielen Besuchern lag vor allem das Wohl der Tiere im Sinn. „Windparks müssen mit Abschaltzeiten an die Tierwelt angepasst werden“, sagte Julia Hartung vom Büro für angewandte Ökologie und Forstplanung dazu.

Diese Stände stellten sich vor

Auch interessant

Kommentare