Windpark Reinhardswald

Windpark Reinhardswald: Sorge um Grundwasser

Trendelburg – Der Bau von Windkraftanlagen im Reinhardswald könnte auch Auswirkungen auf das Grundwasser in dem Waldgebiet haben. Die Meinungen darüber sind geteilt.

Der Auffassung der Bau von Windkraftanlagen könne Auswirkungen auf das Grundwasser haben ist der hiesige Landtagsabgeordnete Oliver Ulloth nach den Infoabenden der Windenergie Reinhardswald Verwaltungs GmbH.

Ulloth nahm als Kreistagsabgeordneter an allen vier nicht-öffentlichen Veranstaltungen in Grebenstein, Langenthal, Fuldatal und Immenhausen teil. Im HNA-Gespräch weist er darauf hin, dass der im Reinhardswald anstehende Buntsandstein stellenweise sehr zerklüftet sei. 

Ein negativer Einfluss auf das Grundwasser ist nicht auszuschließen

„Es kann nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die Hydrogeologie in dem Gebiet negativ beeinflusst wird“, sagt Ulloth. Das sei ihm auch von einem von der GmbH beauftragten Geologen bestätigt worden. 

Diese Sorge teilt Ralf Paschold, Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft, „ganz sicher“ nicht. „Es gibt 30 000 Windräder in Deutschland. Bei keinem ist das Grundwasser ein Problem“, sagt er. 

In diesem Zusammenhang begrüßt Ulloth, dass die Stadt Trendelburg ein unabhängiges zweites Gutachten in Auftrag geben will. Das Grundwasserproblem, das sich bei der Planung der Windparke auf dem Langenberg/Hahneberg und dem Farrenplatz bei Gottsbüren stellt, sei kein politisches, sondern ein technisches, so der SPD-Politiker.

Keine Angst vor zweitem Gutachten

„Ein zweites Gutachten fürchten wir nicht“, sagt EGR-Vorstand Danny Sutor, „unser Gutachten ist gut. Es sei auch im Interesse der GmbH, das man „ohne offene Flanke ins Genehmigungsverfahren“ gehe.

Ulloth weist darauf hin, dass er persönlich den Einsatz der erneuerbaren Energien, einschließlich der Windkraft, begrüßt. „Doch wenn im Reinhardswald etwas schiefläuft, dann kippt das ganze Thema weg, der gesamte Ruf der Windkraft könnte Schaden nehmen.“ 

Der Abgeordnete geht davon aus, dass die aufgeworfenen Probleme im anstehenden Genehmigungsverfahren vom Regierungspräsidium Kassel eingehend und sorgfältig geprüft werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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