Windkraft zum Anfassen

Viele Auflagen - Windpark Trendelburg erlaubte Blick hinter die Kulissen

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Sonst nicht zugänglich: Die Besucher konnten sich auch die umfangreiche Technik im Erdgeschoss eines Turmes ansehen.

Trendelburg/Manrode. Einblicke sowohl in Planung und Bau als auch in die tatsächliche Technik der sieben neuen Windräder im Windpark Trendelburg erhielten über 30 Bürger jetzt bei einem Tag der offenen Tür.

Die Betreiberfirma VSB aus Dresden hatte dazu vor allem direkt betroffene Bürger wie beispielsweise Grundbesitzer aus den Städten Trendelburg und Borgentreich eingeladen. An mehreren Ständen informierten Vorträge über die Entstehung der sieben Windkraftanlagen, die Strom für über 30.000 Einwohner erzeugen.

Revierleiter Hans-Gerit Lüdicke und Öffentlichkeitsarbeiter Klemens Kahle informierten beispielsweise über die Ausgleichsmaßnahmen etwa durch Neuanpflanzungen auf der Jungviehweide bei Gottsbüren, aber auch die Problematik, weil Flächen dafür nur schwer zu finden sind und deshalb oft weniger ertragreiche Flächen im Feld, aber auch im Wald stillgelegt werden. Der Landbedarf für Windkraftanlagen und ihre Ausgleichsflächen werde immer kritischer, hieß es.

Die Redner verdeutlichten die Vielzahl an Auflagen, die erfüllt werden müssten und dass es zahlreiche Umplanungen gab, um Eingriffe in die Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Zunächst waren sogar elf Anlagen geplant. Es seien vorwiegend junge Bäume gerodet worden, aber nun gebe es verstärkte Angriffsflächen für den Wind. Während die Zufahrten und Flächen für die Kräne frei bleiben, werden Bau- und Lagerflächen wieder bepflanzt.

Peter Horntrich von der VSB-Umweltplanung schilderte die Erfassung von Tierarten und ihren Flugrouten, was ebenfalls zu Umplanungen führte. Im Baugebiet wurden auch ein bronzezeitliches Hügelgrab, eine Landwehr und zwei Wölbäcker ausgegraben und archäologisch untersucht. Die Windräder sollen nun 20 bis 25 Jahre in Betrieb sein.

Vorträge: An einem Stand erläuterten Klemens Kahle (Forstamt Reinhardshagen) und Revierleiter Hans-Gerit Lüdicke (links) die Natureingriffe und Aufforstungsmaßnahmen.

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