Kreis Kassel und Land Hessen investieren in Verbesserung des Wegenetzes

Radweg wird wetterfest gemacht - Abschnitte werden asphaltiert

Land unter: Etwas Regen reicht aus und das Befahren des Diemelradweges R4, hier zwischen Wülmersen und Helmarshausen, wird für Radreisende und Pendler zu einer nassen und schmutzigen Angelegenheit.
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Land unter: Etwas Regen reicht aus und das Befahren des Diemelradweges R4, hier zwischen Wülmersen und Helmarshausen, wird für Radreisende und Pendler zu einer nassen und schmutzigen Angelegenheit.

Rückenwind für den Landkreis Kassel: Das Land Hessen fördert den Ausbau des hessischen Fernradweges R4 im Bereich des Altkreises Hofgeismar mit 1,34 Millionen Euro.

Wülmersen - Den Zuwendungsbescheid übergab Wirtschafts- und Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf am Freitag am Wasserschloss Wülmersen an Vizelandrat Andreas Siebert. Landtagsabgeordnete und Bürgermeister sowie Vertreter von Hessen Forst, Naturpark Reinhardswald und Experten für Tourismus und Radverkehr des Landkreises Kassel nutzten den Termin zu einem Austausch.

Radfahren soll komfortabler werden

Der R4 durchquert auf mehr als 400 Kilometern Hessen vom Neckar bis nach Bad Karlshafen an die Weser. Zwischen dem Trendelburger Ortsteil Stammen und Bad Karlshafen verläuft hier außerdem der letzte Abschnitt des Diemelradweges. „Radverkehr ist leise und sauber und daher ein wertvoller Teil unserer Mobilität“, sagte Jens Deutschendorf und lobte das Engagement des Landkreises in Sachen Radverkehr. „Radfahren im Alltag soll einfacher und komfortabler werden“, begründete er die Investition in die Netzqualität.

Baumaßnahmen in sechs Abschnitten

Darauf setzt auch der Landkreis Kassel: „Wir wollen den Radtourismus, aber auch das Radfahren an sich weiter voranbringen“, betonte Andreas Siebert und hat dabei auch Berufspendler, die das Auto öfter stehen lassen wollen im Blick. Um die Alltagsqualität des Weges zu verbessern, bekommen die Abschnitte zwischen Hümme und Stammen sowie zwischen Trendelburg und Bad Karlshafen eine Asphaltdecke. Die Trasse wird auf drei Meter Breite ausgebaut und auch einige Bauwerke in der Umgebung des Weges wie etwa eine Holzapebrücke werden erneuert.

Die Baumaßnahmen sollen demnächst beginnen, sie sind in sechs Abschnitte unterteilt. In den Abschnitten wird es jeweils Vollsperrungen mit Umleitung geben. Die Streckenführung am Carlsbahntunnel bei Deisel bleibt davon unberührt: Im Winter wird der Tunnel gesperrt, die Hauptroute des Radweges umfährt ihn. Wer den Tunnel befährt, muss weiter die kleine Schiebepassage am Südportal in Kauf nehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro, die neben der Landesförderung vom Kreis getragen werden. (Markus Löschner)

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