Bauernverband Kurhessen rechnet mit Ertragseinbußen

Trockenheit macht Landwirten zu schaffen

Hofgeismar. Die Landwirtschaft hatte im ersten Halbjahr unter viel zu geringen Niederschlagsmengen zu leiden. Beim Bauernverband rechnet man deshalb mit Ernteverlusten beim Getreide von rund 30 Prozent und mehr.

Von Februar bis Mai fielen hessenweit im Durchschnitt nur 135 Millimeter Niederschlag. Das sind nur 55 Prozent des langjährigen Mittels von 244 Millimetern. Im Raum Hofgeismar waren es noch weniger, nämlich nur 129 Millimeter. Im Mai, wenn die Saat ausreichend mit Wasser versorgt werden muss, fielen hier nur 40 Prozent der sonst üblichen Monatsmenge. „Das war die geringste Regenmenge seit 1994“, sagt Stefan Strube von der Hofgeismarer Geschäftsstelle des Regionalbauernverbandes Kurhessen. Die lang andauernde Trockenheit hat te Auswirkung auf das Wachstum. So ist das Getreide auf vielen Schlägen notreif geworden. Weil in der entscheidenden Kornfüllungsphase das Wasser fehlte, sind Gersten - und Weizenkörner vielerorts nicht vollkommen ausgebildet. „Ohne Wasser keinen Ertrag“, sagt Stefan Strube.

Das gilt auch für Mais und Zuckerrüben. Weil nach dem Säen kein Regen kam, lief vielerorts die Saat nicht richtig auf und die jungen Pflanzen kümmerten lange vor sich hin. Allerdings haben beide Früchte noch einige Wochen Zeit im Wachstum aufzuholen - wenn denn der Niederschlag ausreichend fallen sollte.

Eher dürftig wuchs auch das Gras. So sei der zweite Schnitt teilweise katastrophal ausgefallen. Heu und Grundfutter für das Vieh sind entsprechend gering.

Der milde Winter und das trockene Frühjahr haben aber den Mäusen gutgetan. Für die Getreide anbauenden Biobauern ist das ein besonderes Problem. „Denn wir können nichts dagegen tun“, sagt Ottmar Rudert. Hatte der Ostheimer mit seinen Frühkartoffeln, die unter der Folie vertrockneten, noch Pech, so sehe es mit den späten zum Glück besser aus. Zum Tage

Von Gerd Henke

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