1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar

U30-Generation lässt das Festzelt beim Oktoberfest beben

Erstellt:

Von: Tanja Temme

Kommentare

Lust auf bayrische Gaudi: Vor allem jüngeres Publikum war beim diesjährigen Oktoberfest dabei. Aus Kelze waren André Wagner, Matthias Schwarz, Janine Witzel, Saskia Gurgel, Sina Langrehr und Christian Hartje (von links) dabei.
Lust auf bayrische Gaudi: Vor allem jüngeres Publikum war beim diesjährigen Oktoberfest dabei. Aus Kelze waren André Wagner, Matthias Schwarz, Janine Witzel, Saskia Gurgel, Sina Langrehr und Christian Hartje (von links) dabei. © Temme, Tanja

Das Hofgeismarer Oktoberfest zog weniger Gäste als in den Vorjahren an. Während viele junge Gäste ausgelassen feierten, blieben Ältere fern.

Hofgeismar – Bei der fünften Auflage des Hofgeismarer Oktoberfestes zeigte sich eine veränderte Altersstruktur unter den Gästen. So waren am Samstagabend im Festzelt auf dem Turnhagen vor allem junge Leute vertreten, während von der Ü50-Generation nur vereinzelt Gäste dabei waren.

„Ich kann nur mutmaßen, aber die Älteren haben wahrscheinlich noch Bedenken, sich mit dem Coronavirus anzustecken“, sagte Festwirt Elmar Meilenbrock. Seiner Meinung nach werde es sicher noch zwei Jahre dauern, bis wieder alles beim Alten sei und Menschen ohne Angst, krank zu werden, ein Fest besuchten.

Ausgelassene Stimmung herrschte im gesamten Festzelt - trotz weniger Besucher als im Vorjahr

Dass die reifere Generation diesmal zuhause blieb, spiegelt sich auch an der Besucherzahl wider: 1000 Feierfreudige hatte die bayrische Gaudi diesmal angezogen, 300 weniger als im Vorjahr und gerade mal die Hälfte im Vergleich zu der Zeit vor der Coronakrise, als das Zelt mit 2000 Gästen ausverkauft war.

Dass das Geld bei vielen nicht mehr ganz so locker sitzt, könnte ebenfalls ein Grund gewesen sein, daheim zu bleiben. „Das sind Spekulationen, zu denen ich mich nicht äußern möchte“, erklärte Wilfried Eckart vom veranstaltenden Heimat- und Verkehrsverein. Er freute sich, dass wieder eine Bombenstimmung im Zelt herrschte, wie er sagte.

Nur Bier von Preiserhöhung betroffen

Im Gegensatz zu den bisherigen Oktoberfesten hatte Meilenbrock sich diesmal für ein kleineres Zelt entschieden. „Von 1500 Quadratmetern sind wir auf 1200 Quadratmeter gegangen, was bei dieser Anzahl völlig ausreichend ist.“ Das Energiethema spielte dieses Jahr für den Festwirt noch keine wesentliche Rolle. „Glücklicherweise mussten wir das Zelt nicht heizen und unsere Beleuchtung haben wir schon vor eineinhalb Jahren auf LED umgestellt.“

Etwas teurer als bisher war allerdings das Bier, der 0,4 Liter-Schoppen wurde um 50 Cent angehoben. Eine Maß hingegen koste noch immer zehn Euro.

Hatten Spaß: Aus Oedelsheim mit dabei waren (von links) Dennis Roloff, Sophia Leibecke und ihre Freunde.
Hatten Spaß: Aus Oedelsheim mit dabei waren (von links) Dennis Roloff, Sophia Leibecke und ihre Freunde. © Temme, Tanja

Dass die Band Blechblos´n weiß, wie sie ihr Publikum zum Toben bringt, zeigte sich schon innerhalb der ersten Viertelstunde: Schon da stiegen die ersten auf die Bänke, schunkelten und sangen lautstark zur Musik der Bayern mit.

Wer nicht im Dirndl oder in Lederhose dabei war, fiel auf: Fast alle hatten sich wiesntypisch gekleidet. „Ein wenig ist das ja auch wie Fasching für die Menschen hier in Nordhessen, man schlüpft in eine Art Kostüm und hat eine gute Zeit“, meinte Sänger Roland Schleifer. Der freut sich schon jetzt, dass sie kommendes Jahr wieder beim Hofgeismarer Oktoberfest dabei sein werden – am 28. Oktober 2023.

Die Band Blechblos´n heizte den Gästen wieder in echter Oktoberfest-Manier ein.
Die Band Blechblos´n heizte den Gästen wieder in echter Oktoberfest-Manier ein. © Tanja Temme

Auch interessant

Kommentare