AKG-Wärmetauscher sind weit verbreitet - Thermotechnik feiert heute ihr 25-jähriges Bestehen

Die verkannten Schwerarbeiter

Hofgeismar. Die unscheinbaren Wärmetauscher der AKG- Thermotechnik GmbH & CoKG in Hofgeismar sind Schwerarbeiter. Beengt und unter widrigsten Bedingungen müssen sie elektronische Bauteile kühlen.

In Schaltschränken, medizinischen Geräten und in der Autoelektronik sorgen die kleinen Helfer bei hohen Temperaturen dafür, dass wichtige Bauteile nicht überhitzen und Systeme ausfallen. In der Bordküche des Super-Airbus kühlen besonders kompakte und leistungsfähige AKG-Erzeugnisse große Mengen Getränke und Speisen für die Passagiere.

Marktführerschaft

Wesentlich bekannter ist die Tochter des weltweit tätigen Kühlspezialisten durch jene Bauteile geworden, die in so genannten Kondensatortrocknern zum Einsatz kommen. Dort kühlen sie die feucht-warme Luft und entziehen ihr das Kondenswasser, um sie in den Trocknungskreislauf zurückzugeben. Zumindest im hochpreisigen Bereich sieht sich die AKG-Thermotechnik mit einer Jahreskapazität von einer Million Stück als Weltmarktführer. Heute, Freitag, begeht das Unternehmen mit seinen derzeit 72 Beschäftigten im Rahmen einer internen Feierstunde sein 25-jährige Bestehen.

Kondensatoren für Trockner

Von Anfang an dabei war Dieter Reichel. Der langjährige AKG-Geschäftsführer baute die Thermotechnik maßgeblich mit auf. 1985 nahm der Betrieb die Produktion von Heizleisten, Wandlufterhitzern für Waschstraßen und Ölkühlern für die Autoindustrie auf. Bereits ein Jahr darauf startete die Fertigung der ersten Kondensatoren für Wäschetrockner, die sich zum Hauptgeschäftsfeld der Thermotechnik entwickeln sollte. Mitte der 90er-Jahre folgten die ersten Großaufträge, für deren Abwicklung AKG spezielle Produktionsanlagen selbst entwickelte. „Heute beliefern wir nahezu alle großen Hausgerätehersteller weltweit“, sagt Reichel.

Von der Krise hat die Thermotechnik so gut wie nichts gespürt. Im Gegensatz zum starken Einbruch im Investitionsgüterbereich verspürte das Konsumentengeschäft nur eine kurzzeitige Delle.

Frei von Sorgen ist das Unternehmen dennoch nicht. Zwar sind Nachfrage und Auftragslage unverändert hoch - der Betrieb läuft im Vier-schichtsystem. Aber Billiganbieter aus Südeuropa und der Türkei drücken kräftig auf die Preise. „Die versuchen unsere Produkte nachzuahmen und bieten um die Hälfte billiger an“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter der AKG-Gruppe, Hartwig Pietzcker. „Das bedeutet, dass wir Produkte und Fertigungsverfahren ständig verbessern müssen“, so Pietzcker. Um unabhängiger von den Trocknerherstellern zu werden, soll das Geschäft mit neuen Produkten für die Medizintechnik- und Elektronikindustrie weiter ausgebaut werden.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.