Großer Andrang in den Testzentren

Viele Schüler im Landkreis Kassel wollten sich vor dem Schulbesuch testen lassen

Coronatest: Am Wochenende kamen viele Schüler in Testzentren im Kreis Kassel. Sie wollten dort die Testmöglichkeit nutzen und nicht in ihren Schulen. Unser Symbolbild entstand in Koblenz.
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Coronatest: Am Wochenende kamen viele Schüler in Testzentren im Kreis Kassel. Sie wollten dort die Testmöglichkeit nutzen und nicht in ihren Schulen. Unser Symbolbild entstand in Koblenz.

In vielen Testzentren im Kreis Kassel herrschte am Wochenende Hochbetrieb. Viele Schüler haben sich dort auf das Coronavirus testen lassen.

Kreisteil Hofgeismar – Mit einem eigenen Test im Testzentrum sind die Schüler nicht auf die Selbsttests in den Schulen angewiesen. Denn seit gestern (Montag, 19.04.2021) sind Tests für den Besuch des Präsenzunterrichts notwendig. An den vorangegangenen Wochenenden gab es jeweils etwa 2000 Tests kreisweit, sagte Harald Kühlborn, Sprecher des Landkreises. Am vergangenen Samstag und Sonntag waren es dagegen deutlich über 3000. In Lohfelden ließen sich mehr als 360 Menschen testen, in Baunatal kamen 300 Menschen.

Menschen warteten geduldig

Im Immenhäuser Testzentrum in der Jahnturnhalle wurden 390 Tests gezählt, berichtete Michael Görner, Geschäftsführer des Arbeitersamariterbundes Nordhessen (ASB), der die Immenhäuser Teststation betreibt. Davon waren 104 Kinder. Vor der Tür hätten die Menschen geduldig gewartet. Dabei hätten die Wartenden Abstand gehalten und FFP2-Masken getragen. Die seien sowieso notwendig, um überhaupt getestet werden zu können, erklärte Görner.

Auch das Hofgeismarer DRK registrierte am Wochenende deutlich mehr Nachfrage. Unter den gut 200 Getesteten im DRK-Testzentrum in der Friedrich-Pfaff-Straße seien etwa 80 Schüler gewesen, sagte Geschäftsführer Sebastian Dumke. Das DRK habe vorgesorgt und sei mit genügend Tests ausgestattet.

Sorge vor positiven Testergebnissen in den Schulen

Eltern hätten Sorge, ob ihre Kinder in der Schule mit den Tests richtig umgingen, sagte ASB-Geschäftsführer Görner. Deswegen nutzten sie andere Möglichkeiten. Sein Kollege Dumke vom DRK spricht von der Sorge vor positiven Testergebnissen in den Schulen. Deswegen würden manche Eltern mit ihren Kinder lieber andere Testmöglichkeiten nutzen.

Auf den Testbetrieb am Montag hatte der große Andrang nach Angaben von ASB und DRK keine Auswirkungen. Beide Einrichtungen hatten genügend Tests im Vorfeld beschafft. So sei es am Wochenende nicht zu Engpässen gekommen und auch am Wochenanfang waren genügend Tests vorhanden.

Ein positiver Selbsttest an der Albert-Schweitzer Schule in Hofgeismar

In der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) in Hofgeismar sei der erste Schultag mit den Selbsttests „unaufgeregt und reibungslos“ angelaufen, sagte Schulleiter Hagen Riedemann. 130 Tests habe es gegeben. Einer sei positiv gewesen. Der betroffene Schüler wurde nach Hause geschickt und müsse jetzt das Ergebnis des PCR-Tests abwarten. An dem Oberstufen-Gymnasium werde montags und donnerstags in der ersten Stunde getestet, ergänzte Riedemann. Das bedeute einen großen bürokratischen Mehraufwand für die Schule, weil die Ergebnisse genau dokumentiert werden müssten. Tests gibt es an der ASS derzeit nur für die Q2-Schüler. Die Schüler, die die Einführungsphase besuchen, werden auf Distanz unterrichtet.

Die Abiturienten bereiteten sich in diesen Tagen auf ihre Prüfungen vor. Nach dem bisherigen Stand könnten alle Mitglieder des Abschlussjahrgangs an den Prüfungen teilnehmen, sagte Riedemann. Notwendig sei dafür das negative Ergebnis eines Tests, der 72 Stunden gültig ist oder ein Selbsttest in der Schule. (Bernd Schünemann)

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