Viele Waldflächen für Windkraft tabu

Hofgeismar/Kassel. Auf den Höhenlagen des Reinhardswaldes bläst der Wind kräftiger als in der Ebene. Kein Wunder also, dass 6000 Hektar im Reinhardswald als Suchraum für künftige Standorte für Windkraftanlagen ausgewiesen worden sind. Dass davon am Ende jedoch nur ein Bruchteil genutzt werden kann, sagt Detlef Stüs von Hessen Forst.

Bei vielen Flächen sprächen Abstandsregelungen zu Wohnbebauungen, Vogelschutz, Bodenkmalschutz und und ausgewiesene FFH-Gebiete gegen die Installation von Windkraftanlagen, sagt Stüs als Abteilungsleiter Liegenschaften beim Landesbetrieb Hessen Forst. Die Vorrangflächen für Windkraft im Reinhardswald müssen durch den neuen Regionalplan Nordhessen festgelegt werden. „An die Festlegungen sind dann aber alle gebunden“, sagt Stüs. Allerdings bleibe abzuwarten, wann der Regionalplan Nordhessen eine entscheidungsreife Grundlage bieten wird, sagt Stüs.

Denn allein gegen den Entwurf des Teilregionalplanes Energie liegen 15.000 Einwendungen von Bürgern beim Regierungspräsidium in Kassel. „Da kann heute noch niemand sagen, was am Ende dabei herauskommt.“

Dass der Landesbetrieb als Eigentümer der Flächen selbst irgendwann Windräder im Forstgutsbezirk Reinhardswald betreiben könnte, schloss Stüs aus. (geh)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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