Landesstraße wird saniert

Vollsperrung ab Montag zwischen Gieselwerder und Oedelsheim

Eine Grafik mit Straßensperrung und Umleitungen
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Straßensperrung und Umleitungen

Dass Verkehrsteilnehmer für gut ein halbes Jahr im Bereich Wesertal mit Behinderungen und teilweise größeren Umleitungen rechnen müssen, hatte Hessen Mobil bereits erklärt.

Wesertal - Nun steht auch fest, ab wann genau: Am kommenden Montag, 19. Juli, fällt der Startschuss zur Sanierung der Landesstraße L 561 zwischen den Wesertalern Ortsteilen Gieselwerder und Oedelsheim – und ab dann müsse die Strecke bereits gesperrt werden, voraussichtlich bis zum Jahresende, heißt es von der Straßenverkehrsbehörde des Landes weiter.

Die dabei geplanten Umleitungsstrecken sehen laut Hessen Mobil so aus:

Die Umleitung erfolgt für den Schwerlastverkehr weiträumig von Gieselwerder über die B 80 beziehungsweise B 83 bis Beverungen und von dort über die B 241 bis Uslar-Allershausen. Anschließend folgt die Umleitung der L 554 bis Offensen und verläuft dann weiter auf der L 763 bis Oedelsheim.

Der PKW-Verkehr wird von Gieselwerder über die Landesstraßen L 561, L 3392 und L 534 über Lippoldsberg, Vernawahlshausen bis nach Verliehhausen geleitet. Von dort verläuft die Umleitung analog dem Schwerlastverkehr über die L 554 beziehungsweise L 763 bis Oedelsheim.

Die Rettungswege und der Anliegerverkehr seien während der gesamten Bauzeit gewährleistet.

Auch Wesertals Bürgermeister Cornelius Turrey äußerte sich in der jüngsten Gemeindevertretersitzung zu dem Vorhaben und gab noch einige Erläuterungen ab: Der parallel verlaufende Feldweg bleibe auch während der Bauzeit in seiner Nutzung beschränkt. Nur Radfahrer und landwirtschaftlicher Betrieb werde erlaubt sein, um jederzeit Einsatzfahrten von Feuerwehr und Rettungsdiensten zu gewährleisten. Man könne sich an die Verkehrsbehörde des Landkreises Kassel wenden, wenn man eine Ausnahmegenehmigung für die Benutzung des Weges haben möchte.

Überlegt wurde zudem, den Fährverkehr zu aktivieren, um beispielsweise Pflegedienste zu unterstützen. Aber: „Die Fährführer sehen sich nicht in der Lage, über einen so langen Zeitraum bereitzustehen“, erklärte der Bürgermeister. Der Busverkehr werde durch Notfahrpläne gewährleistet, Kinder müssten (wie schon einmal berichtet) 20 bis 25 Minuten längere Fahrzeiten einplanen.

3,8 Millionen Euro für die Sanierung

Insgesamt investiere das Land Hessen rund 3,8 Millionen Euro in die Sanierung dieses Abschnitts der Landesstraße, teilt Hessen Mobil weiter mit. Dies sei Teil der hessischen Offensive zur Sanierung der Landesstraßen. Das Investitionsvolumen aller 1138 Bauprojekte zur Erneuerung des Landesstraßennetzes betrage bis zum Jahr 2025 insgesamt 930 Millionen Euro.

Die Bauarbeiten in Wesertal sollen wie folgt ablaufen: Zur Stabilisierung der Böschung werde zunächst auf der Talseite der gesamte Streckenabschnitt im Mittel bis 2,80 Meter – in Teilbereichen bis über fünf Metern – Tiefe stabilisiert. Dabei werden rund 25.000 Kubikmeter Erdreich bewegt. Zum Vergleich: Das entspricht mehr als 1250 durchschnittlichen Lkw-Ladungen.

Im Bereich der bergseitigen Fahrbahn sei eine „qualifizierte Bodenverbesserung“ vorgesehen. Auf der insgesamt 1,73 Kilometer langen Strecke würden danach der Asphaltoberbau und die ungebundene Tragschicht sowie die Straßenentwässerung komplett erneuert. Abschließend soll dann noch der Austausch beziehungsweise die Erneuerung der Schutzplanken erfolgen, heißt es von der Behörde Hessen Mobil weiter. Diese wirbt bei den Verkehrsteilnehmern und Anwohnern um Verständnis für die Bauarbeiten und die Umleitung. (Clara Pinto und Matthias Müller)

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