250 Zugmaschinen ausgestellt

Treckertreffen in Vernawahlshausen: Lanz-Bulldog ist Königsklasse

+
Beim Treckertreffen in Vernawahlshausen ist der Lanz-Bulldog Königsklasse.

Hunderte von Liebhabern alter Schlepper und Landmaschinen kamen am Wochenende beim großen Treckertreffen des Vernawahlshäuser Heimatvereins zusammen.

Drei Tage drehte sich auf dem Gelände an der Heimatscheune alles um die alten Schätzchen. „Die meisten von uns fasziniert die Technik der Trecker bei der man noch selbst Hand anlegen kann“, sagte Richy Vogt, der die Vorführungen an den Besuchertagen moderierte. Dann gebe es noch jene, die mit einem Lanz oder Deutz aufgewachsen seien, deshalb ein Faible dafür hätten - und auch solche, die reine Oldtimerfans seien, des Designs wegen Trecker aus dem vergangenen Jahrhundert mögen.

Seltene Exemplare ausgestellt

Besondere Exemplare gab es unter den 250 ausgestellten Zugmaschinen, deren Fahrer sich aus der Umgebung, aber auch von Herford, Paderborn oder Dortmund auf den Weg nach Wahlsburg gemacht hatten, einige: „ Der Deutz von 1940 mit 40 PS ist auf jeden Fall außergewöhnlich, da er nicht oft gebaut wurde und hier zu den ältesten Fahrzeugen zählt“, erklärte Vereinsvorsitzender Andreas Pohl. Während einige Treckerfreunde ihre Schätze auf Hochglanz gebracht hatten, so strotzen andere nur so vor Gebrauchsspuren und Rost. „In unserem Hobby gibt es zwei Fraktionen: Die einen lassen den Trecker so wie er ist mitsamt seiner Patina und die anderen stellen ihn so wieder her, als sei er nagelneu“, berichtete Vogt, der selbst einen Hanomag R324 aus dem Jahr 1957 besitzt. Viel Interesse zogen wieder die Lanz-Bulldogs auf sich. „Das ist nun mal die Königklasse, sozusagen der Mercedes unter den Schleppern, von denen einer auch mal 40 000 Euro kosten kann“, so der Kenner aus Gieselwerder.

Mit einem polnischen Ursus und Riesenbaumstamm kam Reinhard Roth aus Holzhausen zum Treffen.

Auch Dreschmaschinen vorgestellt

Der Großteil der gezeigten Schlepper stammte aus den 50er und 60er Jahren. Denn damals gab es einen regelrechten Boom, weil man in der Landwirtschaft fortan auf Mechanisierung setzte. Neben der Traktorenschau zeigten die Veranstalter, wie früher Korn gedroschen wurde. „Eine solche Dreschmaschine konnte sich ein normaler Bauer natürlich nicht leisten, weshalb früher Lohnunternehmer damit im Winter über die Orte fuhren.“ Mit Mäh- und Wendeanhängern wurden auch die ersten Maschinen für die Grünlandernte gezeigt.

Nachwuchs sicher: Lennart, Anton, Luka und Louis (von links) lieben das Treckerfahren auf der Wiese.

Daneben kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz: So ging es mit einem Fassbieranstich und „Dieselgesprächen“ am Freitagabend los und endete mit einem Dämmerschoppen am dritten Festtag. Jung und Alt kamen bei Ausfahrten auf ihre Kosten und hatten Spaß auch mal selbst mit einem Trecker zu fahren. Zudem gab es zahlreiche Verkaufsstände, die das Angebot abrundeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.