Projekte für Kinder und Jugendliche

Kreativoase direkt am Weserufer: Kinderbauhütte in Lippoldsberg eröffnet

Startschuss: Viel Lob bekam (von links) Ulrike Trappe bei der Eröffnungsfeier der Bauhütte am Wesergarten, an deren Sanierung auch Zimmermann Wolfgang Lonzek beteiligt war. Bei Paul Lehmann sowie Jan und Elsa Höfker fand das Projekt viel Anklang. Fotos: Temme

Lippoldsberg. Ob Loch im Reifen, Schraube locker oder Spielzeug futsch – bei all dem und noch viel mehr kann die Bauhütte in Lippoldsberg Abhilfe schaffen.

Am Ostermontag wurde das Häuschen am Weserufer eröffnet, in dem künftig Projekte für Kinder und Jugendliche stattfinden sollen. Auf den Weg gebracht wurde das neue Angebot federführend von Ulrike Trappe, die mit ihrem Mann Pfarrer Christian Trappe schon vor längerer Zeit das idyllische Grundstück mitsamt Häuschen gekauft hatte.

Besonderheit der grünen Oase ist die Lage an der Mündung der Schwülme in die Weser, was dem gesamten Areal einen außergewöhnlichen Reiz gibt. „Uns schwebte von Anfang an vor, den Garten für ein Leben an und mit dem Fluss auch irgendwie öffentlich zu nutzen“, erklärte der Pfarrer. Mit der Fertigstellung der Bauhütte hätten sie nun einen guten Ansatzpunkt dafür.

Viele fleißige Hände waren seit vorigem Herbst im Einsatz, um in einem ersten Abschnitt die kleine Werkstatt zugänglich zu machen. Viele ehrenamtliche, aber auch professionelle Helfer wie Wolfgang Lonzek (Zimmerei), Matz Schulten (Metallbau) und Björn Zackenfels (Elektrik) haben sich mit viel Engagement in das Projekt eingebracht. „Und da wir beim Wettbewerb Alltagshelden der Kasseler Bank prämiert worden sind, konnten wir die Kosten für das Material von der Gewinnsumme begleichen.“

Drucken beim Hüttenstart: Elke Schulten hatte alle Hände voll zu tun, um die Kinder beim Drucken zu Unterstützen. Mit dabei waren Matilda, Jaspis, Kira, Simeon, Aline und Julie (von links).

Viele Besucher nutzten am Eröffnungstag die Gelegenheit, einen Einblick in das Vorhaben zu bekommen. „Wir haben nicht im Sinn, ein völlig fertiges Objekt zu präsentieren. Die Bauhütte ist jetzt solide saniert und birgt viele Möglichkeiten zur kreativen Weiterentwicklung – was ist, ist; was nicht ist, ist möglich“, erklärte Leiterin Ulrike Trappe. Hier sei ein Ort geschaffen worden, bei dem die jungen Teilnehmer nicht ständig aufpassen müssten, dass nichts kaputtgehe – eben ein kreativer Bereich zum Entfalten.

Fahrradwerkstatt geplant

So ist etwa ein Gedanke, in und um die geräumige Hütte eine Fahrradwerkstatt einzurichten. „Es ist uns auch ein Anliegen, jungen Menschen bewusst zu machen, dass man nicht gleich immer alles wegwerfen muss – vieles leicht repariert werden kann“, so Christian Trappe. Nicht zuletzt wird es in der Bauhütte um Spiel, Spaß und Abenteuer gehen.

Bisher wird die Bauhütte in der Trägerschaft des Kirchenkreises Hofgeismar betrieben. Allerdings ist ein eigener Trägerverein vor Ort geplant. Die Kirche war an der Sanierung nicht beteiligt, sondern gibt den Rahmen für die Workshops, die künftig am Weserufer stattfinden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.