FWG-Antrag einstimmig angenommen

Lippoldsberg: Haus des Gastes wird nicht geschlossen

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Objekt langer Debatten: Das Haus des Gastes in Lippoldsberg, eine frühere Schulturnhalle, stand zur Schließung an, um Kosten zu sparen. Das wird jetzt aus dem Sparkonzept gestrichen. 

Wahlsburg. Die vieldiskutierte Schließung des Haus des Gastes in Lippoldsberg wird aus dem Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde Wahlsburg für 2017 gestrichen.

Diesen einstimmigen Beschluss fassten die Gemeindevertreter von Wahlsburg am Mittwochabend. Allerdings müssen weitere Einsparmöglichkeiten gefunden werden.

Zugrunde liegt ein Antrag der FWG-Fraktion, der neben der Streichung aus dem Haushaltssparplan auch vorsieht, dass die Gemeindeverwaltung sowohl im Haus des Gastes in Lippoldsberg wie auch in der Schwülmetalhalle in Vernawahlshausen Einsparmöglichkeiten ermittelt. Gleichzeitig soll die Verwaltung die Kosten für die Herrichtung der Räume in der ehemaligen Grundschule (über Kindergarten und Feuerwehr) und die jährlichen Kosten ermitteln. Die FWG befürchtet, dass eine Verlegung des Haus des Gastes in die alte Schule zu erheblichen Einschränkungen für die jetzigen Nutzer (vor allem Vereine) führen würde, begründete Martina Stüber den Antrag. 10 000 Euro Einsparung sollten kein Problem sein.

Ebenfalls angenommen wurde ein Ergänzungsantrag der SPD, mit dem der Gemeindevorstand beauftragt wird, die von Aktionsbündnis und Vereinsgemeinschaft Lippoldsberg vorgeschlagenen Einsparmöglichkeiten bei den Betriebskosten für 2017 umzusetzen. Außerdem sei die Möglichkeit der Übernahme des laufenden Betriebs durch Vereine, Aktionsbündnis oder Vereinsgemeinschaft zu prüfen.

Alexander Heidt (SPD) sagte, dass die Vereine gute Vorschläge gemacht hätten und es unfair wäre, das abzulehnen. Es sei aber gut, die Vorschläge zur Mitwirkung festzuhalten, damit die Belastung am Ende nicht auf wenigen ruhe. „Es war viel Emotion in den Debatten, doch mehr Miteinander ist sinnvoll“, sagte Heidt. Das Engagement, das viele Bürger bei ihren Protesten gegen Salz in der Weser gezeigt hätten, sollte man auch für solche Vorhaben bündeln.

Eine Stimmenthaltung gab es von Werner Schormann (FWG), der vor hohen Sanierungskosten an der ehemaligen Turnhalle warnte, die dann irgendwie finanziert werden müssten.

Der Gemeindevertretungsvorsitzende Sebastian Keese lobte das Engagement der Bürger für ihre Gemeinde. Angesichts der vorangegangenen Diskussionen bezeichnete er es aber als schlecht, wenn man wieder zu einem Denken in „Wir“ und „Ihr“ zurückkehre. Es sei noch nie gut gewesen, wenn sich Ortsteile gegenseitig auszustechen versuchten.

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