Termin vor dem Amtsgericht

Lippoldsberger Rehaklinik: Insolvenz könnte am 1. Dezember enden

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Die Lippoldsberger Rehaklinik aus der Luft. 

Lippoldsberg. Der Betrieb in Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg läuft seit Jahren erfolgreich, doch im Hintergrund steht immer noch das Insolvenzverfahren. 

Das wurde vor über viereinhalb Jahren wegen damaliger Zahlungsunfähigkeit eröffnet.Morgen soll vor dem Amtsgericht Kassel voraussichtlich entschieden werden, ob das Insolvenzverfahren beendet wird und der seit 2012 tätige Interims-Geschäftsführer Ralf Pinnau dann die Klinik gemeinsam mit einem Partner übernehmen kann.

Zuvor war mehrmals der Versuch gescheitert, Investoren für die Klinik im Wald auf dem Gelände einer ehemaligen Munitionsfabrik zu finden. Im Sommer gab es drei Kaufinteressenten, von denen Pinnau das beste Angebot abgab. Danach lag es an der Gläubigerversammlung, nach Verhandlungen über die Annahme zu entscheiden.

Am morgigen 1. Dezember gibt es am Kasseler Amtsgericht einen Termin, bei dem Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko, der die Klinik seit 2012 saniert, den Gläubigern und Gesellschaftern einen Insolvenzplan vorstellt, bestätigte Amtsgerichts-Pressesprecher Matthias Grund. Die Gläubiger stimmen dann bei diesem nichtöffentlichen Termin darüber ab, in welchem Rahmen die Klinik erhalten bleibt, wie viele der Geschäftsbereiche und zuletzt 356 Arbeitsplätze es geben wird und wie weiter verfahren wird. Dann entscheidet sich möglicherweise, ob Interims-Manager Ralf Pinnau gemeinsam mit dem Berliner Rechtsanwalt und Notar Jan-Peter Heyer die Klinik kaufen kann.

Seit der Insolvenz im März 2012 hatte die Klinik entscheidende Änderungen vorgenommen, Teilbereiche aufgegeben, klinische Prozesse auf weniger Häuser konzentriert, hatte Therapieangebote und Qualität optimiert und die Betriebsergebnisse verbessert. Während der Insolvenz braucht die Klinik keine Zinsen und Tilgungen an Kreditgeber zahlen. 

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