Mehrere Windkraft-Kritiker treten bei Wahl an

Mit solchen Aktionen machte Pro Märchenland Front gegen Windräder im Reinhardswald. Einige Mitglieder gehen nun in die Politik. Archivfoto: Temme

Wahlsburg. Windräder und Salzleitung im Reinhardswald werden noch stärker Thema im Kommunalwahlkampf werden.

Mitglieder des Vereins Pro Märchenland gehen in die Lokalpolitik und treten für die Freien Wähler an. In der Vergangenheit hatte sich die Bürgerinitiative betont unpolitisch gegeben.

Insgesamt zwölf Aktivisten von Pro Märchenland werden in Wahlsburg für die dortige FWG antreten, sieben stehen auf der Liste für das Parlament. Zu den bekannten Gesichtern gehört auch Oliver Penner aus Lippoldsberg. Er betont, dass man nicht allein als Salz- und Windradkritiker antrete: „Wir werden auch für andere Sachen einstehen, um unseren Ort und die Region voranzubringen“, sagt er.

Dass sich die Mitglieder der Bürgerinitiative die Freien Wähler ausgesucht haben, wundert Martina Stüber, künftige FWG-Fraktionschefin in Wahlsburg, nicht: „Wir sind keine Partei, es gibt keinen Fraktionszwang.“ Stüber spricht von einem „Riesengewinn“, dämpft aber die Erwartungen. Die Pro-Märchenland-Vertreter seien bekannt, würden aber sicher keine extremen Stimmzuwächse bringen.

Dennoch freue man sich: „Die FWG hat immer dafür geworben, nicht nur zu kritisieren, sondern auch mitzugestalten.“ Und das gehe nur über Politik, betont auch Albert Kauffeld, zweiter Fraktionschef der Freien Wähler im Kreistag. „Die Landesregierung wird erst reagieren, wenn sie massiven Widerstand bekommt.“ Nur das Land könne den Wald aus der Windkraftplanung herausnehmen.

Kauffeld ist stolz, dass sich die Freien Wähler vielerorts nun zur Windkraft eindeutig positionieren. Und mit Bettina Bönning trete auch in Trendelburg eine Bürgeraktivistin für die Freien Wähler an. In Oberweser gebe es Engagierte, aber auf politischer Ebene passiere wenig. Dabei sei die Gemeinde von zentraler Bedeutung in Sachen Windräder und Salzleitung.

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