Verhandlungen weit fortgeschritten

Raus aus der Insolvenz: Neue Interessenten für Klinik Lippoldsberg 

Lippoldsberg. Nach vier Jahren Insolvenz scheint das Verfahren für das wieder erfolgreich arbeitende Klinikzentrum Lippoldsberg zum positiven Ende zu kommen.

Nachdem 2013 ein früherer Interessent, der branchenfremde Investor Steven Nordmann, nach Einwänden aus dem Ministerium nicht zum Zuge kam und der bereits unterzeichnete Kaufvertrag platzte, gibt es nun neue Verhandlungen. Neuer Chef will der derzeitige Geschäftsführer Ralf Pinnau werden.

Weder der Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko noch der von ihm beauftragte Geschäftsführer Ralf Pinnau wollten die aktuellen Vorgänge bestätigen. Pressesprecher Christoph Möller erklärte, dass es einen ernsthaften Interessenten gebe und dass die Verhandlungen weit fortgeschritten seien. Es sei aber noch kein Abschluss erfolgt. Letztlich müsse die Gläubigerversammlung entscheiden. Der Insolvenzverwalter habe gut gearbeitet, die Klinik laufe gut und man stehe nicht unter Druck, hieß es. Gerüchte, dass das Insolvenzgericht eine Frist zum Verkauf gesetzt habe, seien „Unfug“, sagte Möller. Man habe mehrfach mit Interessenten verhandelt, über Details dürfe aber nicht gesprochen werden.

Wie die HNA erfuhr, gab es aktuell drei Kaufinteressenten, von denen Pinnau das beste Angebot abgab, die anderen sprangen ab.

Die 356 Mitarbeiter der Klinik wurden jetzt in einer Versammlung über die aktuelle Entwicklung informiert. Weil ein künftiger privater Betreiber keine Beiträge mehr in die bisher über die Kirche abgeschlossenen Zusatzrenten zahlen darf, sollen diese bis zum Ausscheiden der Mitarbeiter eingefroren werden. Die Klinik würde künftig einen geringeren Beitrag zahlen, ein Anbieter dafür wird noch gesucht. „Alls in allem sind wir zufrieden. Die Klinik läuft und es ist besser als ohne Job dazustehen“, sagte beispielsweise Mitarbeitervertreter Friedhelm Warnecke.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Herbold

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