Neue Pläne für 2017

Wahlsburg prüft Fusion mit Nachbargemeinde Oberweser

+
Komplizierte Lage: Die Bergstraße in Lippooldsberg soll saniert werden. Dabei will man auch Grenzen bereinigen, die zum Teil noch aus sehr früher Zeit stammen und heute eher unpraktisch sind.

Wahlsburg. Im kommenden Jahr sind in Wahlsburg nicht die Finanzen das wichtigste Thema, sondern die Vorbereitungen für eine mögliche Fusion mit der Nachbargemeinde Oberweser. Dazu soll es im Herbst (nach entsprechender Vorabstimmung) einen Bürgerentscheid geben.

Das sagte Bürgermeister Jörg-Otto Quentin im Gespräch mit unserer Zeitung. Während die Politiker und die Verwaltung in Oberweser sich noch zurückhaltend äußern und nur von Vorgesprächen reden, ist sich Quentin sicher, dass dies der einzige Weg sei, um der Gemeinde Wahlsburg eine auch finanziell solide Zukunft zu ermöglichen. Die Finanzsituation in Wahlsburg sei schlechter als die in Oberweser und durch die Zusammenarbeit etwa von Bauhof und Standesamt habe man positive Erfahrungen gesammelt. Derzeit sehe es für beide Gemeinden zwar nicht schlecht aus, doch es bestehe die Sorge, dass die Zuschusspolitik weiter ausgedünnt wird um Kommunen unter 5000 Einwohner zu Fusionen zu zwingen. Beide Gemeinden zusammen haben etwa 5500 Einwohner.

Für eine Fusion mit der hessischen Nachbargemeinde hat Quentin „ein gutes Gefühl“, zumal dies schon bei der Gebietsreform 1972 vorgesehen war, aber zurückgestellt wurde. Ob es mit dem niedersächsischen Bodenfelde auch so weit kommt, ist offen. Von dort werden ergebnisoffene Gespräche begrüßt.

Wenn er Mitte 2019 als Bürgermeister mit 64 Jahren in den Ruhestand geht, wäre das eine gute Gelegenheit für eine Fusion mit einem gemeinsamen Bürgermeister für Wahlsburg und Oberweser, schildert Quentin. Man könnte ein Bürgermeistergehalt einsparen. Weil ein gemeinsamer Haushalt schon 2018 vorbereitet werden müsste, seien Entscheidungen in 2017 nötig. Ende Januar, Anfang Februar müssten sich die Gemeindevorstände über das weitere Vorgehen beraten, und Vor- und Nachteile ausloten, Bürgerversammlungen vorbereiten. Quentin: „Ein Bürgerentscheid gemeinsam mit der Bundestagswahl im September 2017 wäre praktisch.“

Straßenausbau

Im nächsten Jahr muss die Gemeinde auch die Vorplanung für die Erneuerung der Bergstraße in Lippoldsberg vorantreiben. Dort reicht die Fahrbahn teilweise bis an die Häuser („Manchmal gehört der Gemeinde sogar die erste Treppenstufe“), es gibt unübersichtliche Besitzverhältnisse, die vor dem Ausbau bereinigt werden sollten. „Wir müssen intensiv mit den Anwohnern reden, ob eventuell ein Flächentausch Sinn macht“, meint der Bürgermeister. Es werde aber noch einige Zeit dauern, bis Wahlsburg bei den Förderanträgen vorn dabei ist, ebenso wie bei der Renaturierung der Weser. 

Mehr in der gedruckten Ausgabe der HNA Hofgeismarer Allgemeine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.