Kooperation mit Kommunen

Wandernetz im Naturpark Reinhardswald wird ausgebaut 

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Wandern ist ein Schwerpunkt der Naturpark-Arbeit. Die Mitglieder begrüßen, dass auch die Bewohner der Region von den Naturpark-Wanderwegen vor ihrer Haustür profitieren.

In den ersten Jahren hat der junge Naturpark Reinhardswald von der Projektförderung aus Wiesbaden profitiert. Ab 2020 muss er auf eigenen Beinen stehen.

Der Naturpark-Vorsitzende und Vizelandrat Andreas Siebert sieht die Gründung des Naturparks als „Erfolgsgeschichte für interkommunale Zusammenarbeit“. Die „hervorragende Arbeit des Naturparks“ für Freizeit- und Naturerlebnisangebote sollten alle Kommunen anerkennen. 

Siebert wies auch auf die „wirtschaftliche Dynamik“ hin, die damit für die Region verbunden sei. Das sagte Siebert bei der Vorstellung des neuen Naturpark-Urlaubsmagazins. Über die Park-Geschäftsführung werden inzwischen auch die Übernachtungsangebote vermarktet.

Neue Wege im Naturpark

Die von Siebert erhoffte Anerkennung gab es 2019 nicht von allen Mitgliedern. Fünf Euro je Einwohner sollen die beteiligten Städte als Mitgliedsbeitrag ab 2020 zahlen. Das war für manche Immenhäuser zu viel. In der Stadtverordnetenversammlung wurde deshalb schon über den Austritt aus dem Naturpark beraten. 

Angesichts der Einschränkungen, die mit diesem Schritt verbunden wären, wurde die Entscheidung in Immenhausen für zwei Jahre zurückgestellt. Naturpark-Geschäftsführerin Bianka Zydek will auch deswegen enger mit den Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. 

Das Leitungsteam hat eine Abfrage gestartet, um deren Wünsche und Forderungen an den Naturpark zu erfahren und um die Arbeit mit ihnen besser abzustimmen.

Nach außen sichtbar wird das Wanderwegenetz weiter ausgebaut, mit einem Schwerpunkt zunächst im Reinhardswald. Langfristig sollen in allen Kommunen Rundwege wie der Trendelburger Burgblickweg eingerichtet werden. Im Diemeltal ergänzt der Schmetterlingssteig das Wegenetz.

Der Fernrundweg zwischen Diemelstadt und Bad Karlshafen entlang der Kalkmagerrasen wird Ende Juni in Ostheim eingeweiht. Das neue Veranstaltungsprogramm soll im März vorgestellt werden. 

Gut 200.000 Euro müssen die Mitgliedskommunen jährlich aufbringen

Nachdem die Projektförderung in der Startphase ausgelaufen ist, bringen 2020 erstmals die Mitgliedskommunen den Naturpark-Beitrag selber auf. Auf fünf Euro je Einwohner hatten sich die Mitglieder im Vorfeld verständigt. 

Das macht bei den sechs Vollmitgliedern Bad Karlshafen, Grebenstein, Hofgeismar, Immenhausen, Liebenau und Trendelburg (zusammen etwa 40 000 Einwohner) rund 200.000 Euro im Jahr. Die braucht der Naturpark für seine Arbeit.

128 Führungen in der Saison 2019 

In der ersten Saison mit Veranstaltungen hat der Naturpark 128 Führungen angeboten. Daran nahmen 1198 Erwachsene und 280 Kinder teil. Das neue Programm, das im März vorgestellt werden soll, wird ähnlich viele Veranstaltungen aufweisen, sagte Geschäftsführerin Zydek. 

Die Kriterien für die Wanderwege im Naturpark-Gebiet sollen den Ansprüchen von „Wanderbares Deutschland“ entsprechen. Das erleichtere eine mögliche Zertifizierung durch diese Organisation, erklärte Bianka Zydek. Das Thema Wandern steht weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste. Das Wegenetz soll weiter wachsen. Zehn Paten wollen sich künftig um Wege kümmern.

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