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Hangsicherung am Wehrberg muss überprüft werden

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Von: Bernd Schünemann

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Der Steinerne Wehrberg an der Landesgrenze nach Niedersachsen: Dort muss die Bundesstraße ab 31. Oktober tagsüber gesperrt werden, damit die Fangzäune überprüft werden können.
Der Steinerne Wehrberg an der Landesgrenze nach Niedersachsen: Dort muss die Bundesstraße ab 31. Oktober tagsüber gesperrt werden, damit die Fangzäune überprüft werden können. © Thomas Schlenz

Autofahrer und Busreisende, die auf der B 80 zwischen Reinhardshagen und Hann. Münden unterwegs sind, müssen sich vom 31. Oktober bis 10. Dezember auf erhebliche Änderungen einstellen.

Reinhardshagen - Wegen Arbeiten an der Hangsicherung wird die Bundesstraße im Bereich des Steinernen Wehrbergs in dieser Zeit montags bis samstags jeweils von 8 bis 16.30 Uhr komplett gesperrt.

Ein Problem dabei ist der Schülerverkehr. Viele Kinder aus Reinhardshagen besuchen Gymnasium, Real- oder Berufsschule in der Nachbarstadt. Die Rückfahrt würde schwierig. Der Nordhessische Verkehrsverbund teilte am Freitag mit, an „alternativen und annehmbaren Lösungen zu arbeiten, um den Beförderungswünschen unserer Fahrgäste – nicht nur der Schülerinnen und Schülern – in annehmbaren Reisezeiten gerecht zu werden“. Um eine nahezu stündliche Verbindung zwischen Hann. Münden und Reinhardshagen aufrechterhalten zu können, gebe es Überlegung, zusätzliche Fahrten auf der Buslinie 195 (Gieselwerder-Hann. Münden) anzubieten und die Fähre Veckerhagen einzubinden.

Überprüfung der Fangzäune

Grund für die Sperrung ist die Überprüfung der 2016 dort eingebauten Fangzäune, die an dem Steilhang Steinschlag verhindern. Die Metallzäune müssen regelmäßig überprüft werden, erklärte Marco Lingemann, Sprecher von Hessen Mobil in Bad Arolsen. Jetzt stehe die erste Prüfung an. „Ohne die Fangzäune wäre die Nutzung der Straße lebensgefährlich. Die Straße müsste dauerhaft gesperrt werden“, sagte der Sprecher.

In der bevorstehenden Gehölzpflegeperiode müssen die Bäume gefällt werden. Diese Aufgabe sei an dem Steilhang eine besondere Herausforderung. Dafür werde größeres Gerät benötigt, vermutlich Steiger, Kräne und Fällbagger. Lingemann geht davon aus, dass speziell ausgebildete Kletterer mit Seilsicherung arbeiten werden. „Das geht leider nicht ohne Vollsperrung der Straße.“

Für Hessen Mobil ist dieses Projekt Neuland. Deswegen könne er noch nichts zu den Kosten sagen, ergänzte der Sprecher. Die Arbeiten sind ausgeschrieben worden. Die Behörde warte nun auf die Angebote. (Bernd Schünemann)

Weiträumige Umleitungen

Für die Sperrung der B 80 werden Umleitungen eingerichtet. Die führen über Holzhausen und Knickhagen oder über Gieselwerder und Oedelsheim nach Münden. Pkw-Fahrer können auch die Fähre in Veckerhagen nutzen und über Hemeln weiterfahren. Lastwagen sollten den Bereich weiträumig umfahren. Der Bereich wird täglich wieder freigegeben und muss dafür vorbereitet werden. Bei einer dauerhaften Sperrung könnten die Arbeiten schneller erledigt werden.

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