Auf dem Weg zum Märchenkoch – Zehn Köche zauberten märchenhaftes Menü

Zehn Märchenköche absolvieren  Aufbauseminar in Hofgeismar

Hofgeismar. Die Märchenköche nehmen am dritten Workshop an der Herwig-Blankertz-Schule in Hofgeismar teil. Sie können dabei die nächste Märchenkochkrone erwerben.

Der Geruch vom Lachs-Räuchern wabert durch die Küche und wird vom Duft gebratener Lamm-Steaks abgelöst, der sich irgendwann mit dem süßlichen Geruch frischer Backwaren paart: Was die Nase gern schnuppert, kommt auch auf der Zunge oft gut an. Das wissen auch die Märchenköche. Zwei Märchenkoch-Workshops hatten die zehn teilnehmenden Köche aus dem Landkreis Kassel schon absolviert.

„Bei unserer aktuellen Fortbildung können sie nun die dritte von insgesamt vier Märchenkochkronen erwerben“, erklärte Küchenmeister Sören Kaufmann, der mit Hans-Adolf Müller die zweitägige Fortbildung des Grone-Bildungszentrums leitete. Beim jetzigen Kurs stünden traditionelle Garmethoden im Mittelpunkt - zudem sollten die Teilnehmer natürlich auch das Erlernte Wissen aus den vorherigen Workshops anwenden. „Es gilt also Komponenten aus dem Märchen herauszufiltern und diese im Menü darzustellen“, weiß Mirco Dülsner. Zudem sollten sich auch psychologische Aspekte der Geschichten im Essen widerspiegeln - wie etwa die böse Stiefmutter als scharfes Chili-Gericht.

Der Workshop in Bildern

Märchenköche absolvieren Workshop

Anfang der Woche drehte sich alles rund ums „Tischlein deck dich“. Aufgeteilt in zwei Gruppen kreierten die zehn Köche zwei Vier-Gänge-Menüs aus einem vorgegebenen Warenkorb: Da wurden aus Polenta Goldtaler gezaubert, der Knüppel-aus-dem-Sack als Gemüsesäckchen präsentiert oder des Zickleins Weideglück als Ziegenkäsemousse an Wiesenkräutern dargeboten. Wie im Arbeitsalltag auch, musste flink und hochkonzentriert gearbeitet werden, denn das Niveau war hoch angesetzt. Während der eine kunstvoll Beeren arrangierte, rührte ein anderer liebvoll das Rosmarinsorbet und wieder ein anderer spritze filigrane Schokonadeln. „Neben Pochieren, Dämpfen und Kurzbraten haben wir auch die besondere Garmethode des Sous-vide ausprobiert „, erläuterte Karin Müller. Bei einer ganz geringen Temperatur hätten sie die ganze Nacht das eingeschweißte Perlhuhnfleisch gegart, dass so besonders zart würde.

Und da ein Märchenkoch nicht nur kreativ sein sollte , sondern seine Gerichte auch an den Mann bringen muss, hatten die Team die Aufgabe den Testessern jeden Gang zu erläutern. „Das ist nicht einfach, aber auch das wird von uns im Alltag verlangt und ist somit eine gute Übung“, verriet Maria Reitz. Bevor die zehn mit einer weiteren Krone ausgezeichnet wurden, bekamen sie reichlich Beifall für ihr wirklich märchenhaftes Menü.

Von Tanja Temme

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