Fusion schafft Gemeindevertretung mit 38 Mitgliedern

Wesertal hat größtes Parlament im Kreisteil Hofgeismar

erste Sitzung der neuen Gemeindevertretung Wesertal , mit 38 Mitgliedern jetzt das größte Parlament im Kreisteil Hofgeismar , allerdings ur vorläufig, ab Kommunalwahl 2021 wird es laut HGO auf 31 reduziert.Foto Thomas Thiele
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Größtes Parlament: Nicht im kleinen, sondern im großen Saal des Haus des Gastes tagte die neue Gemeindevertretung von Wesertal. Sie ist jetzt das zahlenmäßig größte Kommunalparlament im Kreisteil Hofgeismar. Von den 38 Mitgliedern fehlten allerdings neun entschuldigt.

Durch die Fusion von Wahlsburg und Oberweser ist am Mittwochabend das größte Parlament im Kreisteil Hofgeismar entstanden.

Die neue Gemeindevertretung Wesertal ist mit 38 Mitgliedern noch um einen Sitz größer als das bisher größte Gremium, die Stadtverordnetenversammlung Hofgeismar. Die vorläufige Gemeindevertretung Wesertal entstand durch die Addition der bislang 23 Gemeindevertreter von Oberweser und der 15 Vertreter von Wahlsburg. 

Dieses Parlament wird in dieser Größe aber nur etwas länger als ein Jahr bestehen. Laut Grenzänderungsvertrag wird bei der nächsten Kommunalwahl die Sitzzahl wieder an der Einwohnerzahl orientiert und dann zieht Wesertal mit Grebenstein und Calden mit 31 Sitzen gleich.

Hubert Henne nicht einstimmig zum Vorsitzenden gewählt

In der konstituierenden Sitzung in Gieselwerder wurden alle Beschlüsse zur Neuformierung von gemeindlichen Gremien sowie Steuern und Hebesätzen einstimmig gefasst. Lediglich bei der Wahl von Hubert Henne (Heisebeck) zum neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung gab es vier Enthaltungen aus den Reihen der in Ex-Wahlsburg beheimateten FWG.

Der von der SPD vorgeschlagene Henne, für den es keinen Gegenkandidaten gab, dankte dem Parlament für die Wahl und sagte, er hoffe, die vier mit Enthaltung stimmenden Gemeindevertreter durch ein Jahr gute Arbeit zu überzeugen. Er wünsche sich mit allen Fraktionen eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Gemeinde Wesertal, sagte Hubert Henne, der zuvor Vorsitzender der Gemeindevertretung von Oberweser war. Zu seinen Vertretern wurden Detlef Stucke (CDU), Martina Stüber (FWG) und Florian Niemeyer (UWG) gewählt.

Erster Beigeordneter wurde Harald Henne

Zum neuen Ersten Beigeordneten, der den „Staatsbeauftragten für die Wahrnehmung der Aufgaben des Bürgermeisters“ Cornelius Turrey vertritt, wurde auf Vorschlag der SPD einstimmig Harald Henne gewählt, der zuvor schon Erster Beigeordneten in Wahlsburg war.

Weil beide Posten nur noch einmal benötigt wurden, erhielten der bisherige Erste Beigeordnete von Oberweser, Jürgen Noll, und der bisherige Vorsitzende von Wahlsburg, Sebastian Keese, zum Dank ein Präsent. 

Noch läuft in Wesertal nicht alles rund

Noch läuft in der neuen Gemeinde Wesertal jedoch nicht alles rund: Termine verschieben sich, der Haushalt wird später fertig und auch die Technik in der Verwaltung macht Probleme beim Ändern von Einwohnerpapieren.

Die eigentlich für den 20. Januar vorgesehene zweite Gemeindevertretersitzung mit weiteren wichtigen Entscheidungen muss vermutlich verschoben werden, weil einige Punkte – beispielsweise der Haushalt 2020 wegen datentechnischer Probleme – noch nicht fertig sind. Eventuell verschiebe sich dann auch das Treffen mit allen Ortsbeiräten am 30. Januar.

Ein Ortsschild ist zurück

Der Ärger um die verschwundenen Ortsschilder in sieben von acht Ortsteilen der neugebildeten Gemeinde Wesertal hält an: Nachdem im Dezember und zum Jahreswechsel insgesamt 18 Ortsschilder mit den Namen der verwaltungstechnisch „untergehenden“ Gemeinden Wahlsburg und Oberweser als Erinnerungsstücke gestohlen worden waren, sind nun auch noch zwei Schilder mit dem Hinweis auf die Partnerschaften zwischen Wahlsburg und dem französischen St. Georges de Montaigu abhanden gekommen. 

Einsicht: Ein Dieb brachte schon dieses Schild zurück.

Das gab Verwaltungschef Cornelius Turrey auf Nachfrage der HNA bekannt. Die Schilder müssten zwar wegen des geänderten Gemeindenamens ohnehin neu angeschafft werden, das sei aber kein Grund, dass sie zum Diebstahl freigegeben seien. 

Einen der Diebe hat immerhin sein Gewissen gepackt, er hat ein Ortsschild zurückgebracht und wieder am alten Platz angeschraubt. Dort bleibt es nun hängen, bis voraussichtlich am 20. Januar endlich die neuen Schilder geliefert und dann montiert werden. Die Gemeinde hofft jedoch weiterhin, dass auch die übrigen Diebe Gewissen zeigen und die anderen Schilder ebenso zurückbringen, weil sie für einen guten Zweck versteigert werden sollen.

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