Reinhardswald-Anrainerkommunen gründen Energiegenossenschaft

Reinhardshagen. Wenn im Reinhardswald Windparks aufgebaut werden sollten, wollen die Anrainergemeinden daraus einen wirtschaftlichen Nutzen ziehen.

Aus diesem Grund schlossen sich jetzt Hofgeismar, Grebenstein, Immenhausen, Oberweser, Reinhardshagen, Trendelburg, Wahlsburg und Fuldatal zur Energiegenossenschaft Reinhardswald zusammen.

Oberstes Ziel der Energiegenossenschaft ist es, dass die Windkraftanlagen zu einer möglichst großen regionalen Wertschöpfung beitragen. Das heißt für die Bürgermeister auch, den Bewohnern muss die Möglichkeit einer Bürgerbe- teiligung eingeräumt werden.

Verhindern wollen die Mitgliedskommunen hingegen, dass Projektierung und Betrieb der Windkraftanlagen aus einer Hand erfolgen. So etwas habe nur zur Folge, dass Investoren von außerhalb das schnelle Geld mit dem Verkauf betriebsbereiter Windparks verdienten, und die Region ohne Einfluss zusehen müsse, sagt Grebensteins Bürgermeister Danny Sutor, der gemeinsam mit Reinhardshagens Rathauschef, Fred Dettmar, den Vorstand der Energiegenossenschaft bildet.

Möglichst kurzfristig sollen Gespräche mit der Landesregierung aufgenommen werden, teilte Sutor mit. So will die Energiegenossenschaft Flächen im Reinhardswald erwerben, um dort Windkraftanlagen zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Nutzung der Windkraft im Reinhardswald langfristig in der Region verankert bleibt.

Nur so könne sichergestellt werden, Gewinne aus der Planung und dem Betrieb der Windräder den Kommunen und Bürgern zufließen zu lassen. Als wenig hilfreich bezeichnet Sutor es, international tätigen Firmen zu gestattet, die Anlagen im Reinhardswald zu betreiben. Dann könne auch keine große Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung erwartet werden.

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