Liebenaus Bürgermeister sieht Probleme in neuem Beschluss

Windräder: Blinken nur noch bei Flugbetrieb

Hofgeismar. Mit dauerblinkenden Windrädern könnte bald Schluss sein. Die Bundesregierung hat jetzt beschlossen, dass Windkraftanlagen künftig bedarfsgesteuert befeuert werden dürfen. Mit zusätzlicher Technik wird die Beleuchtung erst eingeschaltet, wenn sich ein Flugzeug oder ein Hubschrauber nähert. Freuen werden sich insbesondere die Bewohner Liebenaus und Langenthals über diese neue Regelung.

In ihrem Sichtfeld befinden sich zahlreiche Windkraftanlagen, die in der Nacht dauerhaft rot blinken, um herannahende Flugzeuge zu warnen. Der überwiegende Teil dieser Anlagen steht auf westfälischem Grund. Laut Liebenaus Bürgermeister Harald Munser habe das Dauerblinken der Windräder bereits zu Beschwerden geführt. „Ich würde das aber noch für die Meinung einzelner halten“, betont er.

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Viesehon (CDU) begrüßt den Beschluss der Bundesregierung ebenfalls. „Gerade in ländlichen Regionen, wo sich oft mehrere Windkraftanlagen aneinanderreihen, sind Anwohner wachsenden optischen Belastungen ausgesetzt.“ Würde das Dauerblinken abgestellt, könne das zu mehr Akzeptanz bei den Bürgern für die Windenergie führen, sagt Viesehon.

Harald Munser sieht aber auch Probleme, die mit der badarfsgesteuerten Befeuerung auftreten könnten. Denn die Anlagen müssten mit Radar-anlagen ausgestattet werden, die mithilfe von Strahlen erkennen, ob ein Flugzeug einen gewissen Mindestabstand unterschreitet. „Es muss abgewogen werden, ob ein Dauerblinken schädlicher und störender ist, als die Emissionen durch die Radarstrahlen.“ Die Lichter sind Windkraftgegnern nicht nur wegen der Optik ein Dorn im Auge. Das Leuchten zöge Vögel an, die dann von den Rotoren verletzt würden. Diese Meinung kann Hans-Jürgen Schwabe vom Naturschutzbund Hofgeismar nicht teilen. „Dieses Problem kann ich nicht bestätigen.“ (eg/cha) ZUM TAGE

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