Starker Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar - Besserung ist bereits in Sicht

Wintertief ist überwunden

Gerhard

HOfgeismar. Deutlich gestiegen ist die Zahl der Arbeitslosen im Kreisteil Hofgeismar im Januar. Die Arbeitslosenquote schnelllte von 5,4 auf 6,5 Prozent - so stark ging sie nirgends sonst in Nodhessen nach oben. Dennoch: Einen Grund zur Schwarzmalerei gibt es laut Gerhard Fenge nicht. Der Geschäftsstellenleiter der Arbeitsagentur in Hofgeismar konnte gestern bei der Bekanntgabe der Januar-Zahlen auch durchaus Positives vermelden. Im Jahresvergleich sind die Zahlen immer noch besser als vor einem Jahr und, vor allem, es ist Besserung in Sicht.

„Ich gehe davon aus, dass das Winterief überwunden ist“, sagte Fenge. Dass die Arbeitslosigkeit im Januar steigt, ist eine alljährlich wiederkehrende Erscheinung: Das Jahresende ist ein Datum, in dem viele befristetete Arbeitsverhältnisse enden, teilweise laufen dann auch Ausbildungsverträge aus. Und natürlich schlägt dann auch der Winter durch - die so genannten saisonalen Einflüsse. In vielen Außenberufen werden dann Arbeitskräfte freigesetzt. Dass der Januar vergleichsweise milde war, hat verhindert, dass die Arbeitslosigkeit höher ist.

Wintereinbruch

Und wenn jetzt nicht ein langanhaltender Wintereinbruch kommt, hat man die saisonalen Entlassungen zum Großteil hinter sich. Ein paar kalte Tage stecke der Arbeitsmarkt weg, so Fenge. Anders sehe es aus, „wenn wir jetzt zehn Wochen lang minus 20 Grad haben.“

Da die Meteorologen davon aber nicht ausgehen, verlässt sich Fenge bei seiner Prognose für die nächsten Wochen auf die Zahlen, die ihm vorliegen. Und die besagen: Es sind aktuell weniger Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht, als noch vor einem Jahr. Die Konsequenz: Wenn nichts Außerordentliches passiert, wird die Arbeitslosenquote auch im Februar besser sein als vor einem Jahr.

Einen bestimmten Grund, warum im Kreisteil der Anstieg im Januar deutlich höher war als in Nachbarorten gibt es nicht. Eine Vielzahl von Einzelfaktoren habe sich hier addiert, so Fenge. Außerdem sei die Arbeitslosenzahl in Hofgeismar wegen der räulichen Nähe stark von Kassel abhängig - und dort liegt die Quote bei 8,7 Prozent.

Ältere haben es schwer

Betroffen von der Zunahme bei der Arbeitslosigkeit sind nahezu alle Altersgruppen. Besonders betroffen sind die älteren Männer und Frauen, die ihren Job verloren haben.

656 der 1922 Männer und Frauen, die als arbeitslos gemeldet sind, sind über 50 Jahre alt. Trotz des drohenden Fachkräftgemangels hätten sie es schwer, eine Wiederbeschäftigung zu finden. Vor allem, weil die Zahl der offenen Stellen auch rückläufig ist. (mrß)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.