Calden

Die Wohn-Container der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in Calden sollen weg

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Ehemalige Flüchtlingseinrichtung - Alter Flughafen Kassel-Calden

Sie ist zu einer Geisterstadt geworden: Die ehemalige Flüchtlingseinrichtung auf dem alten Flughafengelände in Calden. Dem soll jetzt ein Ende bereitet werden.

Das Land Hessen will die mobilen Bauten, die zum Schluss Platz für 890 Personen bot, nun abbauen und weiterverwerten.

Nachdem die Mitglieder des Sozialausschusses der Gemeinde Calden einen Blick in die Flüchtlingsunterkunft geworfen haben, werden die Eindrücke aktuell in den Fraktionen diskutiert – ebenso wie eine weitere Verwendung. 

Interesse zeigte der Sozialausschuss an einem Fitnessgerüst in einem der Gemeinschaftsbauten. „Noch gibt es kein Ergebnis“, sagt Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz. 

Er glaubt nicht an eine Weiterverwendung vonseiten der Gemeinde: „Die fliegenden Bauten sind insgesamt sehr provisorisch. Eine langfristige Nutzung ist schwierig“. 

Für Veranstaltungsfirmen könne er sich die mobilen Unterkünfte aber gut vorstellen.

Weiternutzung oder Verwertung - Die Prüfung läuft

Auch das Land prüft derzeit ob und wofür diese verwendet werden können, sagt Manfred Becker, der beim Regierungspräsidium Gießen für die Erstaufnahmeeinrichtungen zuständig ist. 

Er will das Gelände schnellstmöglich an den Eigentümer, die Flughafen GmbH, zurückgeben. Dafür muss die Containerstadt aber zurückgebaut werden. 

Sollte sich beim Land kein Bedarf für die Bauten ergeben, dann werden diese, laut Verwertungsrichtlinien des Landes, über Vebeck, ein Verwertungsunternehmen des Bundes, versteigert. 

Dort können auch Privatpersonen mitbieten.

Gewerbe soll sich ansiedeln

Anfang 2018 zogen die letzten Flüchtlinge aus der Einrichtung aus. Im März 2019 verkündete die Landesregierung, dass sie die Flüchtlingseinrichtung in Calden als Standort endgültig aufgeben will. 

Auf dem 65 Hektar großen Gelände des alten Flugplatzes wird ein Gewerbegebiet entstehen. „Bis wir zu den Flächen kommen, auf denen die Unterkünfte stehen, wird es aber noch dauern“, sagt Mackewitz.

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