Neues Denkmal wird Samstag mit Musik in der Marktstraße eingeweiht

Würfelturmsage in Bronze

Denkwürdiges Ereignis: Mit einem genialen Wurf rettete 1401 ein Hofgeismarer die Stadt vor Belagerern. Mit drei Würfeln erzielte er 18 Punkte, nachdem ein Soldat zuvor 17 gewürfelt hatte. Ein Denkmal in der Marktstraße soll künftig daran erinnern. Foto: Vorrath

Hofgeismar. Wohl jeder in Hofgeismar wird schon einmal etwas über die Würfelturmsage gehört haben. Jene Begebenheit aus dem Jahr 1401, als Hofgeismar monatelang belagert wurde und die Eingeschlossenen aus Not um ihre Stadt würfelten. Nachdem ein Gesandter der Belagerer mit drei Würfeln 17 Augen erzielt hatte, sah man die Stadt bereits als verloren an. Doch kaum zu glauben: Der Hofgeismarer schaffte das Wunder und würfelte 18.

Nun wird ein Denkmal in der Marktstraße an dies Ereignis erinnern. Morgen, 11 Uhr, soll die Einweihung sein.

40 000 Euro mussten aufgebracht werden, um das Denkmal mit den beiden lebensgroßen Figuren zu schaffen. Vom Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar sowie dem örtlichen Geschichtsverein bei der Grebensteiner Künstlerin Karin Bohrmann in Auftrag gegeben, wurden die Kosten komplett über Spenden abgedeckt.

Eingebunden in die Einweihung sind die hessischen Würfelmeisterschaften. Mit etwas Glück wartet auf den Sieger der stolze Betrag von 10 000 Euro. In den Vorjahren, so sagte der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins, Wilfried Eckart, seien zwar etliche Spieler in die Endrunde gekommen, doch habe es dort keiner geschafft, 18 Augen zu würfeln. Derjenige, der in der Endrunde die höchste Zahl mit drei Würfeln erzielt, darf sich aber immerhin über 500 Euro freuen.

Für Essen und Getränke sowie ein kleines Programm wollen die beiden Verein am Samstag sorgen. (kil)

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