Zeltstadt für Flüchtlinge wird winterfest gemacht

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Anlieferung neuer Sanitärzellen auf dem Flugplatz Calden.

Calden. Die Flüchtlingsunterkunft auf dem Flugplatz in Calden wird offenbar auch über den Winter bleiben.

Aktualisiert um 17.30 Uhr.

Das Regierungspräsidium (RP) Kassel bestätigte auf Anfrage, dass einige Zelte winterfest gemacht werden. Gerüchten, das RP plane mit einem Bestand der Zeltstadt für mindestens drei Jahre, widersprach RP-Sprecher Michael Conrad: „Das halte ich für Schwachsinn.“ Denn es wisse niemand, wie lange die Flüchtlingsunterkunft nötig sei. Auf die Frage, ob es eine Entscheidung für den weiteren Bestand der Zeltstadt gebe, sagte der RP-Sprecher: „Angesichts der Situation kann man nicht darauf verzichten, die Zelte winterfest zu machen, aber wir hoffen, dass wir es vergeblich tun.“ Möglich sei eine Unterbringung im Winter aber nur in elf Großzelten. Die 27 kleinen Zelte seien dafür nicht geeignet. „Wir versuchen es auch mit Containern“, sagte Conrad.

 Doch die sind momentan schwer zu bekommen – da die Nachfrage durch das bundesweite Flüchtlingsproblem enorm angestiegen ist. Dass die Zeltstadt nicht vor dem Winter verschwinden wird, war für Caldens Bürgermeister Maik Mackewitz absehbar: „Man musste kein Prophet sein, um das zu erkennen.“ Nun müsse man sich „an den Realitäten orientieren“, fordert Mackewitz: Er drängt darauf, dass die Kapazität der Zeltstadt für den Winter deutlich heruntergefahren wird. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Unterkunft dann für mehr als 1000 Menschen ausgelegt sein kann.“

In den vergangenen Monaten schwankte die Belegung zwischen 1300 und 1800, 1266 waren es am Mittwoch. Ob die großen Zelte wirklich winterfest gemacht werden können, könne er technisch nicht bewerten. Der Bürgermeister befürchtet aber, dass neue Konflikte in der Zeltstadt entstehen, wenn ein Teil der Flüchtlinge in Containern und ein Teil in Zelten wohnen muss.

Einblick in die Caldener Zeltstadt für Flüchtlinge

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