Grünen-Bundestagsabgeordnete von Cramon beeindruckt über Elektroauto von Fräger

Die Zukunft der Mobilität

Vorreiter in Sachen Elektromobilität: Der Stromos, hier vorgestellt von Fräger-Ingenieur Andreas Gräwingholt, beeindruckte auch die Grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon. Foto:  Henke

Immenhausen. In der Fachwelt hat er schon für Aufsehen gesorgt. Jetzt beginnt sich auch die Politik für den „Stromos“, das von einem Elektromotor angetriebene Auto der Firma Fräger, zu interessieren. Die Northeimer Bundestagsabgeordnete der Grünen, Viola von Cramon, zeigte sich bei einem Besuch der Firmenzentrale in Immenhausen von der Entwicklung begeistert.

Der Stromos zeige, dass „die Region etwas bewegen kann“, sagte von Cramon als ihr Andreas Gräwingholt, Mitglied der Geschäftsführung bei Fräger, das Fahrzeug vorstellte. Darauf aufmerksam sei sie schon bei den Göttinger Energietagen im November geworden, so die Bundestagsabgeordnete. Inzwischen habe das Auto auch schon auf der Hannover Messe für Furore gesorgt.

Sprit wird teurer

Das Auto sei ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobiliät in der Zukunft, sagte von Cramon. Der Elektroantrieb sei damit auch im Interesse einer nachhaltigeren Energiepolitik. Das Ende der Nutzung fossiler Treibstoffe sei absehbar und schon in den vergangenen Wochen sei klar geworden, dass die Sprit-Preise wieder nach oben gingen. „Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen“, ist die Abgeordnete überzeugt.

Die Firma Fräger verstehe sich als Marktvorbereiter, sagte Andreas Gräwingholt. Man sei bislang eine der wenigen deutschen Firmen, „die in diesem Segment etwas auf den Markt bringen“. Auch Fräger verstehe seine Elektroantriebe als Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Man werde künftig vor allem auf die Produktion von Komponenten setzen und Ingenieur-Dienstleistungen verkaufen. „Da werden wir auch Nischen besetzen.“

Energie wieder abgeben

Gräwingholt deutete an, dass für Fräger der Elektromotor nicht nur als Antrieb gedacht werde, sondern auch als mobiler Energiespeicher. Die Energie, die beispielsweise im Leerlauf anfalle, ließe sich in einer Batterie sammeln und später an andere Stromabnehmer wieder abgeben. „Bidirektionales Laden“ nennen die Fräger-Ingenieure diese Technik, die derzeit in einem Prototypen weiterentwickelt werde.

Am Montag wird Fräger seinen Stromos in Berlin vorstellen. Dort findet am Brandenburger Tor der „Gipfel der Elektromobilität“ statt. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel will dabei sein.

Noch fühle sich die Branche von der Politik nicht hinreichend unterstützt, sagt Andreas Gräwingholt, weder vom Land Hessen noch vom Bund. „Da sind Länder wie Frankreich schon weiter.“ Dort sorge beispielsweis Präsident Sarkozy persönlich dafür, dass mehr Elektroautos auf die Straße kommen.

Von Gerd Henke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.