Niedrige Wahlbeteiligung von nur 26,51 Prozent

93,13 Prozent: Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst wiedergewählt 

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Gratulation zur zweiten Wiederwahl: Die nordwaldeckischen Bürgermeister aus Twistetal (Stefan Dittmann), Volkmarsen (Hartmut Linnekugel) und Diemelstadt (Elmar Schröder)  umrahmen den wiedergewählten Bürgermeister von Bad Arolsen, Jürgen van der Horst, hier an der Seite seiner Frau Sabine.

Mit 93,13 Prozent Ja-Stimmen haben die Arolser ihren Bürgermeister Jürgen van der Horst zum zweiten Mal wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung war mit 26,51 Prozent allerdings sehr niedrig.

Mit Nein stimmten 6,87 Prozent der Wähler. 

Bei der ersten Wiederwahl vor fünf Jahren stimmten knapp 85 Prozent der Wähler für van der Horst. Die Beteiligung an der Wahl lag im Februar 2014 bei gut 31 Prozent.

Im Frühjahr 2019 hatte van der Horst wieder seinen Hut in den Ring geworfen, erneut als einziger Kandidat. Seine dritte Amtszeit beginnt offiziell am 1. Juni 2020.

Das vorläufige amtliche Auszählungsergebnis lag schon eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale vor. Die Übersicht über alle Auszählungsergebnisse wurde auf einen Großbildschirm im Foyer des Bürgerhauses übertragen. 

Hier trafen sich auch alle, die dem frisch gewählten Rathauschef gratulieren wollten, alle voran Landrat Dr. Reinhard Kubat und die nordwaldeckischen Bürgermeisterkollegen  aus Twistetal (Stefan Dittmann), Volkmarsen (Hartmut Linnekugel) und Diemelstadt (Elmar Schröder).

Das vorläufige amtliche Ergebnis wurde von Wahlleiter Helmut Hausmann vorgetragen, dem auch die Ehre zukam, Jürgen van der Horst als Erster zu gratulieren. Für Schmunzeln und zustimmende Lacher sorgte Hausmanns Regieanweisung an den Rathauschef: "Bleiben Sie, wo Sie sind." 

Wiedergewählt: Der Bad Arolser Bürgermeister Jürgen van der Horst.

Damit wollte Hausmann dem Verwaltungschef bedeuten, er möge warten, bis man ihm das Mikrofon reicht. Die Anwesenden aber verstanden den Hinweis als Aufforderung an den erfolgreichen Verwaltungsfachmann, sich nicht bei der Landratswahl in zwei Jahren zu bewerben.

Die geringe Wahlbeteiligung sei zwar enttäuschend, kommentierte Helmut Hausmann. Als mögliche Erklärung fügte er aber hinzu: "Wahrscheinlich ist das der Beweis dafür, dass alle zufrieden sind."

Statistisch aus dem Rahmen fiel allerdings Bad Arolsens kleinster Stadtteil Bühle. Von den 82 Wahlberechtigten gingen nur 20,7 Prozent zur Wahl. Die Zustimmungsquote lag hier mit 64,7 Prozent rekordverdächtig niedrig., die Nein-Stimmen mit 35,3 Prozent rekordverdächtig hoch. Möglich, dass sich hier die Verärgerung der Bühler über die Schulgrenzen und die Schulbusanbindung ausdrückt.

Als Mitbürger wird Jürgen van der Horst offenbar von seinen Nachbarn in Massenhausen geschätzt. Hier lagen sowohl die Wahlbeteilgung mit 44,1 Prozent , als auch die Zustimmungsquote mit 98,3 Prozent besonders hoch.

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