Ansitzjagden können sich über Monate hinziehen, erwartet die Gemeindeverwaltung

Abschussgenehmigung für Edertals wilde Rinder

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Ein Foto von der letzten Fangaktion. Hier sieht es nach einem Erfolg aus, doch wenig später brachen die Tiere aus dem Gehege aus, während daneben der stärkere der beiden Bullen aus der Herde zunächst Wache schob und dann den Rückzug deckte

Edertal. Die Abschussgenehmigung der unteren Jagdbehörde für die verwilderten Highland-Cattle-Mischlinge in Edertal liegt vor.

Das teilt Bürgermeister Klaus Gier mit und ist sich darüber im Klaren, dass diese Nachricht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weitere Proteste auslöst.

Für ihn ist der Fall klar: „Die Tiere stellen eine Gefahr dar. Die Tatsache, dass bisher nichts geschehen ist, beweist doch nicht, dass es dabei bleibt. Wenn etwas passiert, fragt der Staatsanwalt mich“, fügt der Edertaler Rathauschef hinzu. „Die wollen doch nur spielen...“ oder „Mein Schwager hat auch ein Rind, und der meint...“: Das sind nur zwei der rund 50 schriftlichen, persönlichen oder fernmündlichen Stellungnahmen zur Rinderherde, mit denen sich der Bürgermeister und sein Team in den zurückliegenden Wochen konfrontiert sahen.

Jeder fühle sich heutzutage berufen, der Gemeindeverwaltung Ratschläge zu erteilen oder ihr gar zu drohen, stellt Klaus Gier gerade bei diesem, für viele mit großen Gefühlen behafteten Thema fest. „Aufgrund der gesetzlichen Allgemeinzuständigkeit der Kommunen müssen wir uns damit befassen“, erklärt er. Während manche die Gemeinde vor dem Abschuss der Tiere „warnen“ und eine Strafanzeige ankündigen, werfen andere ihr ein von Zögerlichkeit zeugendes Verhalten vor.

Die Gemeinde habe über Monate vergeblich versucht, eine mildere Lösung für das Problem zu finden. Alle Fangversuche seien gescheitert.

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