Totschlag und Körperverletzung

Nach heftigen Streits zwischen Asylbewerbern: Anklagen erhoben

Waldeck-Frankenberg. Die Staatsanwaltschaft hat zwei Anklagen nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen Asylbewerbern erhoben. Wegen des Vorwurfs des Totschlags muss sich ein Jugendlicher aus Eritrea vor dem Landgericht in Kassel verantworten.

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Das teilte Dr. Götz Wied, Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft, auf Anfrage der HNA mit. Nach der Messerstecherei in einer Unterkunft in Dorfitter  wurde ebenfalls Anklage erhoben. Der heute 45-Jährige soll sich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung ebenfalls vor dem Kasseler Landgericht verantworten.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2013 war ein Streit unter Asylbewerbern in Korbach  eskaliert. Dabei war schließlich ein 36-jähriger aus Eritrea am Kopf und am Hals tödlich verletzt worden. Nähere Angaben wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft dazu nicht machen, weil der Angeklagte minderjährig ist. Deswegen wird das Kasseler Gericht auch nichtöffentlich verhandeln, sagte Wied. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Mit Messer zugestochen

In Dorfitter war es Mitte Mai zu einer Messerstecherei gekommen. Dabei hatte ein 23-Jähriger aus Somalia lebensbedrohliche Verletzungen erlitten. Der Mann wurde durch eine Notoperation im Korbacher Krankenhaus gerettet. Am Tatort nahmen Polizisten einen Mann aus Somalia fest, gegen den Haftbefehl erlassen wurde.

Nach Angaben von Wied war das Opfer zunächst mit einer Bierflasche auf den Hinterkopf geschlagen worden. Dann sei zunächst Ruhe eingekehrt. Der Angeklagte sei aber zurückgekommen und habe zweimal mit einem Messer auf seinen jüngeren Landsmann eingestochen.

Der Angeklagte kann sich jetzt zu den Vorwürfen äußern. Außerdem muss das Schwurgericht am Kasseler Landgericht über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden, sagte Wied. (ber)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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