Auszubildende aus dem Kellerwald im Dartmoor-Nationalpark

Einsatz am Infomobil: Beatrix Knappertsbusch aus dem Nationalparkamt im Dartmoor-Nationalpark. Foto:  nh

Bad Wildungen. Drei Wochen lang absolvierte Auszubildende Beatrix Knappertsbusch aus dem Nationalparkamt ein Auslandspraktikum im englischen Nationalpark Dartmoor. Mit vielen neuen Erfahrungen und Eindrücken aus einer Region, die durch den Roman „Der Hund von Baskerville“ bekannt wurde und als Kulisse für Steven Spielbergs Film „War Horse“ diente, kehrte sie zurück.

Beatrix Knappertsbusch ist seit 2012 als Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten im Nationalparkamt tätig. Über die Mobilitätsberatung der Kreishandwerkerschaft erfuhr sie vom Euro-Mobility-Projekt des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft, das über ein EU-Programm Auszubildenden Auslandspraktika als Bestandteil der Berufsausbildung vermittelt.

Um das Praktikum hat sie sich selbst bemüht. Sie erhielt allerdings Hilfestellungen bei der Vorbereitung und ein Stipendium. Der Nationalpark trug die Kosten der Unterkunft.

Im Dartmoor-Nationalpark, der eine Fläche von 954 Quadratkilometer umfasst und eher mit einem Naturpark zu vergleichen ist, war sie in der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Dabei kamen ihr die guten Englisch-Kenntnisse aus dem Leistungskurs am Bad Wildunger Gymnasium zugute. Zu ihren Aufgaben zählte zum Beispiel die Arbeit in den Besucherzentren. „Das war richtig lustig, wenn mal Besucher aus Deutschland da waren. Die waren natürlich begeistert, als ich sie auf Deutsch angesprochen habe.“

Sie bereitet im Zuge ihres Praktikums eine Präsentation vor, in der sie schilderte, wie eine junge Ausländerin den Dartmoor-Nationalpark wahrnimmt. Und sie kam zu verblüffenden Erkenntnissen.

„Hier im englischen Nationalpark dürfen die Leute überall langlaufen und sogar campen“, sagt Beatrix Knappertsbusch. Pferde oder Kühe laufen frei herum, Zäune gibt es keine. Dafür ein Netz von Straßen. Die Briten bleiben nach ihren Erfahrungen eher im oder am Auto und genießen die Aussicht. Knappertsbusch: „Sie können sich gar nicht vorstellen, dass es in unseren Nationalparks keine Straßen gibt und auch keiner wohnt.“

Mit im Gepäck hatte die junge Frau einen Boggel, Symbolfigur des hiesigen Nationalparks. „Den fand die Engländer total toll. Sie haben ihn geliebt. Dagegen hatte die Zeichenfigur Ranger Ralph in Dartmoor keine Chance.“

Drei ereignisreiche Wochen gingen schnell zu Ende. Beatrix Knappertsbusch zieht ein überaus positives Fazit. „Ich konnte meinen Horizont erweitern und bin offener und selbstbewusster geworden.“ Auch sprachlich habe der Aufenthalt viel gebracht. (sch)

• Informationen über Auslandspraktika für Auszubildende aller Berufsfelder gibt es bei der Mobilitätsberatung der hessischen Wirtschaft unter www.bwhw.de/service/euromobility sowie unter www.arbeiten-und-lernen-in-europa.de

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