Barrierefreiheit: Noch Nachholbedarf im Kreis

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In manchen Bereichen mangelt es noch an der Barrierefreiheit in Waldeck-Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg. Das Projekt „Barrierefreiheit in Gastronomie und Tourismus“, das gut drei Jahre in Waldeck-Frankenberg lief, ist abgeschlossen.

Das Hessische Sozialministerium förderte das Programm. Auch erste Ergebnisse der Sozialraum-Erkundung wurden vorgestellt. Ziel des Projekts Modellregion war es, dass Akteure in den Bereichen Gastronomie und Tourismus die Barrierefreiheit in der Region verbessern.

123 000 Euro hatte das Land für die Modellregion zur Verfügung gestellt, bis zu 50 000 Euro flossen in kleinere Vorhaben im gesamten Landkreis. Maximal 3000 Euro Förderung konnten Betriebe auf Antrag erhalten, beispielsweise für barrierefreie Umbauten. 17 Ferienhäuser und Hotels, Cafés, Restaurants und Freizeiteinrichtungen im Landkreis nutzten diese Chance. 

Zum Fazit der Modellregion gehört aber auch, dass ein Teil der Zielgruppe „Betriebe im Hotel- und Gaststättengewerbe“ nicht für die Thematik zu gewinnen gewesen sei, heißt es im Abschlussbericht. Insgesamt sei es aber gelungen, rund um den Edersee ein Zeichen für Barrierefreiheit zu setzen. Mit Vöhl und Frankenau sei eine „ganze Kleinregion mit barrierefreien Angeboten entstanden“. 

Das Ziel der Förderung vieler kleiner Projekte sei erreicht worden. Kaum Erfolge konnten jedoch bei dem Vorhaben erzielt werden, Menschen mit Beeinträchtigungen in den Bereichen Gastronomie und Tourismus zu beschäftigen. Aufgrund vieler Einrichtungen und Initiativen auf dem Gebiet sei bestehenden Akteuren das Feld überlassen worden. Wie barrierefrei die Region insgesamt ist, haben 82 Menschen mit und ohne Behinderung erkundet. Alle Ergebnisse seien noch nicht ausgewertet, sagte Lena Bertelmann von der Uni Siegen. Doch es zeige sich, dass es im Landkreis Probleme beispielsweise noch im Hinblick auf die Mobilität und die Infrastruktur gibt.

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