Bebauungsplan soll unerwünschte Bebauung verhindern

Einzigartiger Landschaftsraum: Die Qualitäten dieses Raumes zwischen Reinhardshausen und Albertshausen (Hintergrund) sollen erhalten werden. Am Reinhardshäuser Hahnberg (Vordergrund) betreibt die AFS-Flugschule einen Übungshang. Foto:  nh

Reinhardshausen.Die Stadt will den Landschaftsraum zwischen Reinhardshausen und Albertshausen als außergewöhnliche Kulturlandschaft sichern. Dafür wurde jetzt ein Bebauungsplan ins Leben gerufen.

Der Landschaftsraum zwischen Reinhardshausen und Albertshausen beeindruckt als außergewöhnliche Kulturlandschaft und bietet einzigartige Blickbeziehungen und Erholungsfunktionen. Das will die Stadt sichern und hat sich für einen ungewöhnlichen Weg entschieden: einen Bebauungsplan, der dafür sorgen soll, dass unerwünschte Bebauung unterbleibt.

Denn diese von Kurgästen und einheimischen Spaziergängern geschätzte so genannte Offenlandschaft wird geprägt von Ackerbau und genutzten Gründlandflächen. Landwirte allerdings genießen ein bestimmtes Recht: das privilegierte Bauen. Ob sie einen Mastbetrieb oder eine Biogasanlage planen, laut Baugesetzbuch wären solche Vorhaben jetzt nicht zu verhindern, wie Bürgermeister Volker Zimmermann bei der Beratung dieses Themas im Planungsausschuss erläuterte.

Das Kasseler Büro Stadt und Land, das bereits den Landschafts- und Flächennutzungsplan der Stadt erstellte, hat deshalb den Auftrag bekommen, für diesen Landschaftsraum einen Bebauungsplan „zur Sicherung der freiraum-planerischen Qualitäten“ zwischen Reinhardshausen und Albertshausen aufzustellen. Kostenpunkt: 30 000 Euro.

Der Plan wird bestehende touristische Angebote von Radwegen und Sitzbänken bis hin zum Sterngucker-Pfad sowie natürliche Gegebenheiten von Einzelbäumen bis zu Gehölzgruppen aufzeigen, mit einem Entwicklungskonzept neue Ideen einbringen und den Weg weisen, wie dieser Raum aufgewertet werden kann.

Das ganze natürlich in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft, die nach den Worten des Bürgermeisters einst im Wesentlichen dafür sorgte, dass diese Landschaft so wurde, wie sie heute ist. „Für die bestehende Landwirtschaft wird es keine Einschränkungen geben“, versicherte Zimmermann. Landwirtschaftliche Nutzungen sollen im Plan herausgestellt und integriert werden. (sch)

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