Frau war stark alkoholisiert

Bierflaschenwurf beim Osterfeuer: 42-Jährige zu Geldstrafe verurteilt

Waldeck-Frankenberg. Das Amtsgericht Korbach hat am Dienstag eine 42-Jährige aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg wegen schwerer Körperverletzung zu einer Strafe von 140 Tagessätzen zu je zehn Euro verurteilt.

Die 42-Jährige hatte vergangenes Jahr beim Fest nach dem Osterfeuer im Vöhler Ortsteil Basdorf zunächst einen 25-Jährigen geohrfeigt.

Als sie daraufhin vom Veranstalter zum Gehen aufgefordert wurde, habe sie eine Bierflasche Richtung Eingangsbereich der Basdorfer Festhalle geworfen. Die Flasche traf wie „eine Billardkugel“ zwei Männer am Kopf, bevor sie klirrend am Boden zerschellte, schilderte ein Augenzeuge vor Gericht. Beide Männer erlitten Prellungen am Kopf. Einer von beiden eine Platzwunde.

2,75 Promille

Die Angeklagte bestritt den Flaschenwurf und sagte, auch an die Ohrfeige könne sie sich nicht mehr erinnern. Die fünffache Mutter war zum Tatzeitpunkt aber stark alkoholisiert. Ein Atemtest der Polizei ergab einen Wert von 2,75 Promille.

Trotzdem sei sie gut geschäftsfähig gewesen und habe problemlos geradeaus laufen können, berichtete der Polizist, der während der Tat im Einsatz war.

Schlussendlich glaubte der Richter den Schilderungen der acht vernommenen Zeugen. Deren Aussagen verdeutlichten in den Augen der Staatsanwaltschaft und des Richters, dass die Angeklagte tatsächlich die Flasche geworfen habe. Ihr latent aggressives Verhalten zeige sich an der Ohrfeige und dem Bierflaschenwurf, so der Staatsanwalt.

Das Gericht folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilte die Angeklagte zu einer Gesamtstrafe von 140 Tagessätzen zu je zehn Euro. Stafmildernd für die Angeklagte wirkte sich aus, dass sie nicht vorbestraft gewesen ist und die Opfer nur leichte Verletzungen davon trugen.

Die Anwältin der Angeklagten hatte für den Flaschenwurf einen Freispruch gefordert. Für sie seien in die Rekonstruktion des Falles zu viele Rückschlüsse eingeflossen.

Von Frank Brauner

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