Brandstiftung: Strohlager abgebrannt - 25.000 Euro Schaden

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Zollhaus. Brandstiftung ist laut Polizei sehr wahrscheinlich die Ursache für ein Feuer, bei dem ein Strohlager zerstört wurde. Dabei entstand ein Schaden von 25.000 Euro.

Weil das überdachte Strohlager direkt an eine massive Scheune in der Feldgemarkung von Zollhaus grenzt, alarmierte die Leitstelle die Feuerwehren aus Adorf und Wirmighausen mit dem Alarmstichwort "Scheunenbrand". Das Übergreifen der Flammen auf die Scheune selbst verhinderten die Feuerwehrleute unter Einsatzleitung von Gemeindebrandinspektor Uwe Becker jedoch. Es gelang allerdings nicht, das Strohlager selbst zu retten.

Der Brand war gegen 19.10 Uhr entdeckt und gemeldet worden. Weil die beiden eingesetzten Diemelseer Wehren nur über drei wasserführende Fahrzeuge verfügen, forderte die Einsatzleitung die Kameraden aus Bad Arolsen mit zwei Tanklöschfahrzeugen an - und ersparten sich somit den Aufbau einer rund 1500 Meter langen Schlauchleitung.

Mit vier Fahrzeugen im Pendelverkehr transportierten die Einsatzkräfte schließlich mehrere zehntausend Liter Wasser zur Einsatzstelle. Das Hauptaugenmerk legten die rund 50 Einsatzkräfte darauf, das Übergreifen der Flammen auf Holzgiebel und Dachstuhl der Scheune zu verhindern.

Mit zwei Radladern transportierten die Feuerwehrleute die brennenden und glimmenden Strohrundballen auf eine Wiese, wo sie schließlich verbrennen sollten. Der hölzerne Unterstand stürzte noch während der Löscharbeiten in sich zusammen. Den Schaden gab ein Polizist an der Einsatzstelle mit rund 25.000 Euro an.

Die Scheune gehört einem 38 Jahre alten Landwirt aus Wirmighausen. Er hatte laut Polizei noch etwa gegen 19 Uhr in der Nähe der Feldscheune Tiere versorgt - und zu dieser Zeit noch keinen Rauch und kein Feuer bemerkt.

Weil der Landwirt den ganzen Tag über weder an noch in der Scheune gearbeitet hatte, keine Fahrzeuge bewegt wurden und das Gebäude nicht über einen Stromanschluss verfügt, geht die Polizei von Brandstiftung als Ursache des Feuers aus.

Mögliche Zeugen, die am Abend Personen in der Nähe der Scheune gesehen haben und Angaben zu ihnen oder von ihnen genutzten Fahrzeugen machen können, melden sich bei der Korbacher Polizei, Telefon 05631/971-0.

Quelle: 112-magazin.de

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