600 Bürger bei Infoabend über Flüchtlinge in Bad Arolsen

Die Fragemöglichkeit wurde bei der Informationsveranstaltung im Bürgerhaus zum Thema Flüchtlingszustrom dankbar angenommen. Vorne am Mikrofon: Frank Bumke. Foto: Schulten

Bad Arolsen. Die Auswirkungen der Weltpolitik bestimmen die Themen der Kommunalpoltik: Die bis zu 250 Flüchtlinge, die seit Freitag in Mengeringhausen auf ihre Weiterverteilung auf Unterkünfte in anderen hessischen Städten warten, sind eine große Herausforderung für die Mengeringhäuser.

Bei einer Informationsveranstaltung am Montagabend im Bürgerhaus sprach Bürgermeister Jürgen van der Horst von „sonderbaren Zeiten“. Historische Vergleiche seien schwierig. Der Verdacht liege aber nahe, dass es Vergleichbares noch nie gegeben habe.

Für die Menschen in der Region sei es vor allem eine humanitäre Aufgabe, den Menschen aus den Bürgerkriegsregionen des Nahen Ostens eine Ruhepause zu ermöglichen.

Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen in Gießen sei in diesen Tagen völlig überfordert. Es herrsche das Chaos. In Waldeck-Frankenberg sei es gelungen, das Chaos in geordnete Bahnen zu lenken, war sich van der Horst mit Landrat Dr. Reinhard Kubat einig. Aber auch im Waldecker Land gerate man an die Grenzen des Machbaren. Aus Sicht des Magistrates und der Kreisspitze und auch aus Sicht des Regierungspräsidiums sei die Situation in Mengeringhausen auf Dauer nicht zumutbar. Deshalb habe man sich entschieden, nicht auf eine Lösung aus Wiesbaden oder Kassel zu warten, sondern selber Alternativen zu entwickeln.

In Absprache mit dem Regierungspräsidium werde gegen Ende der Woche die Leitung der Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen im Bad Arolser Rathaus einziehen und mit erfahrenen Magistratsmitgliedern besetzt. Parallel dazu prüft der Magistrat, ob nicht eine andere Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände des Bioenergieparks auf dem Mengeringhäuser Hagen errichtet werden könnte.

Bei der anschließenden Fragerunde ging es darum, ob die in Mengeringhausen untergebrachten Flüchtlinge medizinisch untersucht seien, ob es eine Trennung nach Ethnien gebe und ob Minderheiten besonders geschützt würden.

Antwort: Bisher führe das Chaos in Gießen dazu, dass auch nicht medizinisch untersuchte Flüchtlinge nach Mengeringhausen kämen. Das werde sich aber noch im Laufe der Woche ändern. (es)

Mehr über die Flüchtlingskrise in Waldeck-Frankenberg lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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