Bunter Markt: Treffpunkt mit Kultstatus

Geschenke zum Abschied: Bürgermeister Klaus Gier (rechts) ehrte beim letzten Bunten Markt des Jahres die ausscheidende Initiatorin Christel Daude und deren Mitstreiter, den früheren Bergheimer Ortsvorsteher Heinz-Werner Schreiber. Fotos:  Schade

Bergheim. Vor 12 Jahren rief sie die Bunten Märkte ins Leben und hat sich seitdem Monat für Monat federführend um die Organisation gekümmert. Zum Saisonabschluss am Samstag in der Markthalle an der Eder wurde Christel Daude verabschiedet.

„Ich werde nächsten Monat 65. Es ist an der Zeit, dass sich jemand jüngeres um den Markt kümmert und vielleicht sogar etwas frischen Wind hineinbringt“, sagte sie.

„Wir haben klein angefangen, haben uns aber auf vielen Märkten umgesehen und die Betreiber motiviert, bei uns mitzumachen“, berichtete Daude. Mit Erfolg. Inzwischen sind die Bunten Märkte nach ihren Worten zum Selbstläufer geworden. Durchschnittlich 30 Standbetreiber bieten dort von Frühjahr bis Herbst jeden ersten Samstag im Monat ihre regionalen Produkte oder Handarbeiten an. Ein Erfolg, zu dem seit vier Jahren auch die neue Markthalle beiträgt.

„Sie war die gute Seele dieser Märkte, hat stets die Fäden gezogen und war immer ansprechbar“, würdigte Bürgermeister Klaus Gier das Engagement Daudes. Jetzt ziehe sich Christel Daude in den Unruhestand zurück. „Wir bedauern das sehr und hoffen jemand zu finden, der in diese großen Fußstapfen treten kann.“

Gemeinsam mit Christel Daude verabschiedete der Bürgermeister ferner den früheren Bergheimer Ortsvorsteher Heinz-Werner Schreiber, der sich in all den Jahren mit um die Marktorganisation gekümmert habe. Gier würdigte insbesondere Schreibers Engagement bei Planung und Umsetzung der neuen Markthalle. „Er war der Macher.“

Der Rathauschef verwies darauf, dass die Bunten Märkte inzwischen weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt und ein gewisses Aleinstellungsmerkmal seien. Gier: „Sind sind aber mehr als nur Märkte, sie sind Treffpunkte, ja fast eine Art Kommunikationsbörse.“

Einer, der von Beginn an dabei war, ist Imker Dieter Schaake aus Bergheim. „Wir haben angefangen wie in einem Zigeunerlager, alles musste improvisiert werden“, erinnert er sich. Daraus hat sich auch nach seiner Meinung inzwischen ein beliebten Treffpunkt entwickelt. Schaake: „Diese Märkte sind Kult.“ (sch)

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