Millionen-Baustelle am Grund des Diemelsees: Grundablass wird erneuert

Vor der Diemeltalsperre: Talsperrenwärter Lars Brücher (links) und Ingenieur Hans-Jörg Fröbisch vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann.-Münden. Foto:  Schünemann

Diemelsee. 100 Jahre hat der Grundablass in der Diemeltalsperre gehalten. Jetzt werden umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig. Für voraussichtlich knapp zwei Millionen Euro wird der Ablass am Fuß des 42 Meter hohen Bauwerks erneuert.

Alle drei Jahre kontrolliert das Wasser- und Schifffahrtsamt die Talsperren. Bei diesem hausinternen TÜV wurde festgestellt, dass das Stahlrohr erneuert werden muss. Mit diesem Rohr im Grundablass wird bei Hochwasser der Wasserstand geregelt, um ein Überlaufen des Sees, aber auch eine Überflutung der Gebiete flussabwärts zu vermeiden. Das Rohr wurde beim Bau der Staumauer 1913 dort installiert.

Dafür sind zunächst aufwändige Taucherarbeiten notwendig, kündigt Hans-Jörg Fröbisch an. Der Ingenieur im Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden ist für die Unterhaltung von Eder- und Diemeltalsperre zuständig. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Taucher mit den Vorbereitungen beginnen.

Auch wenn das für Beobachter erstaunlich erscheint: Ein Ablassen des Sees wird für diese Arbeiten nicht notwendig, unterstreicht Fröbisch. Sinkt der Wasserspiegel in den nächsten Wochen, hängt das mit der planmäßigen Bewirtschaftung zusammen. Dann wird Stauraum für mögliche Winter-Hochwässer geschaffen. Auch Angler, die durch die bevorstehenden Arbeiten möglicherweise beunruhigt sind, brauchen sich um den Wasserstand keine Sorgen zu machen, sagt Fröbisch.

Nach den vorbereitenden Taucherarbeiten soll der eigentliche Umbau im Frühjahr beginnen. Ende 2015 rechnet Fröbisch mit dem Abschluss der Arbeiten. Dabei wird die Straße auf der Talsperre vorübergehend gesperrt.

Wie die Erneuerung des Stahlrohrs in am Fuß der Staumauer erfolgt, lesen Sie in der gedruckten Samstag-Ausgabe der HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine.

Von Bernd Schünemann

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