In 20 Metern Höhe hängengeblieben

Höhenretter befreien Gleitschirmflieger (61) aus Fichte

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Stormbruch. Ein 61 Jahre alter Gleitschirmflieger ist am Mittwochnachmittag bei Stormbruch in ein Waldstück gestürzt und in etwa 20 Metern Höhe in einer Fichte hängengeblieben.

Höhenretter befreiten den Mann aus Bad Emstal, der unverletzt geblieben war, aus seiner misslichen Lage.

Eigenen Angaben zufolge hatte der Gleitschirmflieger, der schon häufiger in der Großgemeinde Diemelsee in die Lüfte gegangen ist, durch Turbulenzen die Kontrolle über sein Fluggerät verloren - genau über einem Waldstück östlich des Ortsteils Stormbruch. Weil eine Seite des Schirms eingefallen sei, habe er ihn nicht mehr steuern können und sei abgesackt. Ohne sich auch nur ein Haar zu krümmen, stürzte der Bad Emstaler in die Bäume und blieb hängen.

Nach dem Notruf alarmierte die Rettungsleitstelle die im Alarmplan für solche Fälle vorgesehenen Kräfte: So rückten der in Adorf stationierte Rettungswagen der Johanniter und der Korbacher Notarzt aus, zudem etwa 30 Feuerwehrleute aus den Großgemeinden Diemelsee und Willingen sowie die Höhenrettung Waldeck-Frankenberg - sie setzt sich aus den Bergwachten Willingen und Bad Wildungen und dem Korbacher THW zusammen. Die Einsatzleitung hatte der Gemeindebrandinspektor von Diemelsee, Karl-Wilhelm Römer. Auch eine Streife der Korbacher Polizei war vor Ort.

Zunächst war geplant, den 61-Jährigen mit der Drehleiter aus dem Baum zu holen - das Fahrzeug ließ sich aber wegen der Beschaffenheit des Anfahrtsweges im Wald und der Bodenbeschaffenheit nicht in Stellung bringen. Auch eine Rettung über Steckleitern war nicht möglich. So stieg ein Höhenretter mit Steigeisen in den Baum, sägte zahlreiche Äste ab und gelangte schließlich zu dem Gleitschirmflieger. Dieser wurde in einem speziellen Geschirr gesichert und zu Boden abgeseilt. Der gesamte Einsatz war nach etwa einer Stunde beendet.

Es habe sich um einen "Einsatz wie aus dem Lehrbuch gehandelt", sagte André Schlömer von der Willinger Bergwacht, die mit zwei Helfern vor Ort war. Das THW stellte vier Freiwillige. Die Kameraden der Bergwacht aus Bad Wildungen brachen noch unterwegs nach Stormbruch ihre Einsatzfahrt ab. Da der Flieger nicht verletzt gewesen sei, habe es sich "um eine rein technische Rettung gehandelt", zog Schlömer Bilanz.

112-magazin.de

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